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Wataha: Verschwörug an der Landesgrenze

Wataha Einsatz an der Grenze Europas
MDR FERNSEHEN WATAHA - EINSATZ AN DER GRENZE EUROPAS Foto: © MDR/ATM Gruppe/Piotr Litwic

Dass die polnische Grenzschutzpolizei die europäischen Außengrenze zur Ukraine vor dem Eindrichen von Flüchtlingen schützt, kriegt man im Gegensatz zur Fluchtbewegung über das Mittelmeer in unseren Medien eher selten mit. Auch steht derzeit eher die Grenze zwischen Polen und Belarus im Zentrum der internationalen Beobachtung. Und doch ist seit Jahren  neben  dem Menschenschmuggeln auch das Schmuggeln von Drogen und Waffen in der polnisch-ukrainischen Grenzregion eines der ganz großen Geschäftsbereiche. Die polnische Serie Wataha (produziert ab 2017) lenkt den Fokus auf Themen, die man in Deutschland gerne eher am Rande betrachtet, wenn man an Polen denkt. Im Mittelpunkt der Serie von HBO Europe steht Hauptmann Wiktor Rebrow (Leszek Lichota). Er hat sich gerade mit seiner Freundin Ewa zum Vögeln verabredet und bereits die Abschiedsparty eines Kollegen verlassen, als es ihn von den Beinen holt: Die Hütte, in der er gerade noch gewesen ist, fliegt ihm um die Ohren. Alle Mitglieder seiner Grenzschutzeinheit sterben bei dem Bombenattentat, auch Wiktors Freundin Ewa.

Da Rebrow Sekunden vor der Explosion eine SMS erhielt mit dem Wort „Booom“, verdächtigt ihn die Staatsanwaltschaft der Mittäterschaft. Er sei, so die Mutmaßung, rechtzeitig gewarnt worden und habe deshalb die Hütte verlassen. Rebrow beginnt selbst zu ermitteln. Auch mag er nicht glauben, dass Ewa ebenfalls gestorben ist. Falls sie aber noch lebt: Ist sie vielleicht eine Mittäterin? Bald stellt sich heraus, dass Rebrows Einheit Opfer einer groß angelegten Verschwörug geworden ist. Rebrow aber muss um sein Leben fürchten.

Die Krimiserie Wataha heißt so viel wie „Rudel“, ist eine polnische Produktion von HBO Europe und wurde bereits vor vier Jahren auf Sky Krimi ausgestrahlt. Jetzt ist Wataha zum ersten Mal im Free TV zu sehen. Linear wird Wataha im MDR ausgestrahlt, streamen kann man die spannende Serie in der ARD-Mediathek.

Wer linear schauen will, muss entweder aufnehmen oder gerne mitten in der Nacht vor dem Fernseher sitzen: Das MDR startet am 9. November um 23.50 Uhr mit einer Doppelfolge. Auch an den Dienstagen darauf werden insgesamt zwei Staffeln der Serie immer in Doppelfolgen um Mitternacht gezeigt. Warum europäische Produktionen des US-Pay-TV-Senders HBO in Deutschland so mau versendet werden, ist ein Rätsel. Die Mediathek rettet die Situation zwar, ein Ruhmesblatt ist diese Veröffentlichunspolitik für den Sender aber keineswegs. jw

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