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Wie Online-Spiele zu einer sozialen Lebensader geworden sind
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Die Welt der Spiele entwickelt sich ständig weiter und mit ihr entstehen neue Spielerinnen und Spieler. Nicht nur Smartphones, sondern auch neue Technologien wie die virtuelle Realität, die neue Spielerfahrungen ermöglicht, haben zu einem Anstieg der Spielerzahlen geführt. Es sind nicht nur die Menschen, die zu Hause an ihren Geräten sitzen, die das Wachstum der Branche vorantreiben, sondern auch die Aktivitäten der Unternehmen in den Bereichen Videospiele, E-Sports, Cloud-Gaming und Online-Wettbewerbe. Deutschland war schon immer ein viel größerer Glücksspiel- als Wettmarkt, insbesondere unter ethnischen Deutschen im Vergleich zu eher wett orientierten ethnischen Minderheiten (z. B. Menschen türkischer Abstammung, die ca. 5-8 % der deutschen Bevölkerung ausmachen).
Neue Online Casinos in Deutschland sprießen nun aus dem Boden. Vor den Unterbrechungen im Jahr 2019 hatte Deutschland einen Automatenglücksspielmarkt mit einem Umsatz von 5,5 Mrd. € und einen Casino-Markt mit 0,9 Mrd. €, was zusammengenommen Pro-Kopf-Ausgaben von 77 € ergibt, im Vergleich zu 56 € im Vereinigten Königreich und 40 € in Dänemark. Mit anderen Worten: Deutschland liegt bei den Pro-Kopf-Einnahmen aus Omnichannel-Wetten unter dem Index, während es beim landbasierten Glücksspiel über dem Index liegt: Die deutschen Kunden spielen nicht wesentlich weniger gern als auf anderen Märkten, sie tun es nur anders.
Was spielen die Deutschen am liebsten?
Wie in fast allen Ländern lieben die Deutschen Spiele. Ob Videospiele, Brettspiele oder Kartenspiele, die Deutschen mögen sie! In dieser Serie möchte ich auf einige Besonderheiten des deutschen Marktes und einige Spiele eingehen, die den Deutschen besonders gut gefallen. Viele internationale Titel sind in Deutschland beliebt, wie Call of Duty, Grand Theft Auto, Minecraft und Counter Strike. Auch Nintendo schneidet mit seinen eigenen Titeln wie Zelda, Pokémon und Mario sehr gut ab. Allerdings haben die Deutschen auch einige besondere Vorlieben. Über Spielekonsolen und den PC hinweg ist die Fußballsimulation FIFA immer erfolgreich. Aber wenn man nur die PC-Spiele betrachtet, kann man etwas Interessantes sehen. Besonders beliebt bei PC-Gamern sind Simulations- und Aufbauspiele sowie Echtzeit-Strategiespiele (RTS). Besonders erfolgreich sind das in Deutschland entwickelte Anno 1800, Tropico 6 und der Landwirtschafts-Simulator. Auch die langjährige Aufbauspielserie Die Siedler ist ein Produkt von deutschen Spieleentwicklern.
Auch die analogen Spiele werden nicht vergessen: Auf der Nürnberger Spielwarenmesse werden jedes Jahr die in Deutschland besonders beliebten Brett- und Kartenspiele vorgestellt. Trotz einer ständigen Flut von Neuentwicklungen, deren beste jeden Sommer zum „Spiel des Jahres“ gekürt werden, gehört der Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ – ein Brettspiel ähnlich wie Ludo – immer noch zu den meistverkauften Spielen. Mit geschätzten 30 Millionen verkauften Exemplaren gilt das „Catan“ des deutschen Spieleerfinders Klaus Teuber nach Monopoly als das meistverkaufte Brettspiel der Welt. In Deutschland gibt es eine etablierte Szene, die Spiele dieser Art liebt. Jedes Jahr werden in Deutschland 350 neue Brettspiele auf den Markt gebracht – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die häufigsten Spiele in Deutschland, die über alle Generationen hinweg beliebt sind, sind Karten- oder Würfelspiele. Niemand kann sagen, wie viele Kartenspiele und Würfelbecher es hierzulande gibt – wahrscheinlich mehrere in jedem Haushalt. Deutschland ist der größte Markt in Europa und der fünftgrößte weltweit.
Schlussfolgerung
Deutsche Autos sind weltweit bekannt, Videospiele nicht so sehr. Video- und Casino-Spiele gibt es schon seit Jahrzehnten und bieten Unterhaltung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Sie haben sich seit den Anfängen der Computerspiele und den ersten Versionen von Nintendo und Atari erheblich weiterentwickelt. Die Zeiten verpixelter Bildschirme und begrenzter Geräusche sind nur noch eine ferne Erinnerung, denn Videospiele sind heute lebensechter denn je. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Technologie verbessern sich auch die Videospiele. Die Entwicklung von Videospielen ist immer komplexer geworden, und die Kosten für die Entwicklung eines Spiels, das auf einer der großen Konsolen läuft, sind mit dieser größeren Komplexität gestiegen.
Früher war es undenkbar, Millionen in die Entwicklung zu stecken, aber heute können Spiele Dutzende oder sogar Hunderte von Millionen kosten. Dadurch ist die Entwicklung von Spielen in Bezug auf die Produktions- und Marketingkosten in die Nähe von Hollywood-Filmen gerückt. Die Videospielbranche ist immens groß. Sie ist sogar größer als die Film- und Musikindustrie zusammen, und sie wächst weiter. Obwohl ihr nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wird wie der Film- und Musikindustrie, gibt es weltweit über zwei Milliarden Gamer. Das sind 26 % der Weltbevölkerung.