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Woody Allen: Offener Brief von Rowohlt-Autor*innen

Woody Allen beim Cannes Film Festival 2016
Woody Allen beim Cannes Film Festival 2016Foto: Georges Biard

Vor drei Tagen entschied sich der New Yorker Verlag Hachette nach Protesten von Autor*innen und Mitarbeiter*innen, Woody Allens Biografie „A propos of Nothing“ nicht zu veröffentlichen. Grund dafür war die Kritik von Allens Sohn Ronan Farrow, dessen Bücher ebenfalls im Hachette-Verlag erschienen sind. Farrow kritisierte den Verlag unter anderem für eine mangelnde Überprüfung der Fakten, wie sie in Allens Memoir dargestellt werden. Allens Tochter Dylan Farrow beschuldigte den Regisseur bereits 1992 des sexuellen Missbrauchs.

Nun steht der deutsche Rowohlt-Verlag in ähnlicher Kritik, denn die deutsche Fassung von Allens Autobiografie sollte bei Rowohlt erscheinen. Gestern, am 8. März, veröffentlichte die Website 54books.de einen offenen Brief an den Verlag, der von diversen Rowohlt-Autor*innen unterzeichnet wurde – darunter Margarete Stokowski, Kathrin Passig und Till Raether.

„Wir haben keinen Grund, an den Aussagen von Woody Allens Tochter Dylan Farrow zu zweifeln. Ihr Bruder Ronan Farrow hat sich nachdrücklich gegen die Veröffentlichung im Verlag Hachette ausgesprochen, in dem auch seine eigenen Bücher erschienen sind. Der Rowohlt Verlag hat die Bücher Farrows auf Deutsch veröffentlicht und ist damit in derselben Situation wie Hachette“, heißt es in dem Brief.

Ein Statement seitens des Rowohlt-Verlags liegt bisher noch nicht vor. jl

Das Statement des Hachette-Verlags zum Woody-Allen-Skandal

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