Sin Fang – Spaceland
Für den einen ist „Spaceland“ von Sin Fang die Schönheit im September, dem Rest gefällt es mit Einschränkungen.
Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Philipp Kressmann, Mitja Steffens und Carsten Schrader von der kulturnews. Und ein Gast: unsere neue Superkollegin Verena Reygers, die schon seit vielen Jahren als Musikjournalistin arbeitet und von Adele bis Zola Jesus schon so einiges vor dem Interviewmikro hatte.
Verena: Eigentlich einer von diesen müde-melancholischen Isländern, aber hier macht er dem Pop mit Elektro-Beats und Minimal Soul schöne Augen. Ist zwar nicht konsequent klischeebefreit, klingt aber trotzdem gut.
Philipp: Mir waren Seabear immer eine Spur zu träge, deswegen habe ich die Soloalben des Bandgründers nicht wirklich verfolgt. Schande über mein Haupt! Jetzt verlässt Sindri aber anscheinend das analoge Territorium – und der Ausflug ins digitale Wunderland klingt fantastisch.
Mitja: Sing Fang schafft es, unter der etwas stumpfen Bezeichnung Elektropop eine wirklich fein abgestimmte Mischung abzuliefern – und das wesentlich homogener als Sekuoia. Kann ich mir wahnsinnig gut als Untermalung für energetische Festivaltänze vorstellen. Meine Schönheit des Monats – mit dem einzigen Kritikpunkt, dass manche Songs weniger überladen sein könnten, damit die drückenden Beats klarer zum Vorschein kommen.
Carsten: Wohl dosiert gefällt mir das auch, vor allem „Candyland“ mit Sigur-Rós-Sänger Jonsi. Auf Dauer ist es mir aber auch zu überladen und vor allem zu cheasy. Hab auch noch den Blick von Kollege Siegfried vor mir, als die Platte neulich im Büro lief: „Findest du das wirklich gut, Carsten?“
Musik

- Review

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