MUSIK

Letherette: Last Night on the Planet

Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Philipp Kressmann, Mitja Steffens und Carsten Schrader von der kulturnews. Und als Gast: Noah Becker, der mit dem in Berlin ansässigen Bandprojekt Bakery und dem Debüt „Lucy“ gerade voll durchstartet.

Noah: Hatte von dem britischen Produzentenduo noch nie zuvor gehört und finde es richtig cool. Das Feature mit Rejjie Snow und „Soulette“ sind meine Lieblinge. Letzteres könnte auch von Treasure Fingers sein.

Philipp: Die Verknüpfung von House und Rap ist momentan wieder en vogue, und Letherette knüpfen an diesen Trend an. Auf welcher art von Floor das demnächst wohl läuft? Schade nur, wenn man als HipHop-DJ das Scratchen verlernt. Das ist aber auch das einzige Manko. Nebenbei bemerkt: „Last Night on the Planet“ ist ein wahres Paradies für Breakbeat-Fans.

Mitja: Wie kommst du denn jetzt aufs Scratchen, Philipp? Aber ich gebe zu, dass ich nach dieser Platte auch verwirrt war: Dafür müssen auf jeden Fall mehrere Floors herhalten! Vieles geht in die House-Richtung, „Rubu“ ist sogar Bonobo-esk. Mein absolutes Highlight teile ich aber mit Noah: Der smoothe Raptrack „Momma“ mit Rejjie Snow hat das Zeug, alles zu Gold zu machen.

Carsten: Da kann ich eigentlich nur noch betonen, dass ich überraschenderweise auch ruhige Momente wie „Bad Sign“ sehr überzeugend finde. Hätte nie erwartet, dass Letherette ein so starkes zweites Album hinlegen und hier als Konsensplatte des Monats gefeiert werden.

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