KUNST

5 Acrylmalerei-Techniken, die Künstler lieben

Acrylmalerei

Die Acrylmalerei nahm ihren Anfang in den 1940er Jahren in den USA und schwappte in den 1960er Jahren auch auf Europa über. Künstler begannen damals damit, Acrylfarbe für die Kunst zu entdecken und die industriellen Farben für ihre Werke einzusetzen. Die entstandenen Gemälde wurden als sogenannte „Acrylics“ bezeichnet. Mit der Zeit entwickelten sich daraus auch neue Kunstrichtungen. Zu den bekanntesten davon zählt Pop Art mit so herausragenden Künstlern wie Roy Liechtenstein und Andy Warhol. Die Techniken, die von den Künstlern bei der Gestaltung ihrer Werke eingesetzt werden, sind nahezu unendlich. Eine vollständige Beschreibung würde wohl ein Buch füllen. Diese fünf Acrylmalerei-Techniken werden von unterschiedlichen Künstlern jedoch besonders gerne und häufig eingesetzt.

Acrylmalerei-Technik #1: Sand

Acrylfarben haben den Vorteil, dass sie recht unkompliziert in der Handhabung sind und einiges mitmachen. Deshalb können sich die Künstler damit wirklich austoben und einzigartige Bilder erzeugen. Eine interessante Anlaufstelle für alle, die interessante Acrylbilder kaufen und dabei hochwertige Unikate finden möchten, ist beispielsweise die Galerie Inspire Art.

Sand als Material hat den Vorteil, dass sich damit einzelne Motive und Bildelemente dreidimensional herausarbeiten lassen. Dafür wird auf die entsprechende Stelle einfach Acrylfarbe als Grundierung und Klebstoff aufgetragen. Danach wird die feuchte Farbe mit Sand in der gewünschten Stärke bestreut. Welche Mischung der Künstler hier verwendet, hängt vor allem von der Struktur ab, die er damit erzielen möchte. Nach der fertigen Ausmodellierung kann die trockene Farbe mit dem gewünschten Farbton übermalt werden.

Acrylmalerei-Technik #2: Folie

Emotionen waren schon immer ein wichtiger Antrieb in der Kunst. Gefühle wie Liebe, Hass, Wut oder Trauer lassen sich einerseits durch Gesichtsausdrücke gut darstellen. Sie können aber auch in wesentlich abstrakterer Form, beispielsweise durch die Verwendung bestimmter Farbtöne, Muster und Linien dargestellt werden. Das funktioniert sehr gut mit der Folientechnik.

Dazu wird die Leinwand mit unterschiedlichen Farben bemalt. Danach wird vom Künstler ein großes Stück Frischhaltefolie auf die feuchte Farbe gelegt und die Folie glattgestrichten und ein wenig ausgeformt. Wird die Folie nach ein paar Minuten wieder abgezogen, ist auf den Farbflächen ein Muster aus vielen verschiedenen Linien entstanden. Für markantere Strukturen wird statt der Frischhaltefolie Aluminium verwendet.

Acrylmalerei-Technik #3: Schwamm

Welche beeindruckenden Effekte mit einem einfachen Schwamm erreicht werden können, wissen all jene, die bereits die Wände in ihrer eigenen Wohnung damit gestaltet haben. Denn durch den Einsatz eines Schwamms können ausdrucksstarke Strukturen erzielt werden.

Welcher Schwamm dafür verwendet wird, ist Geschmackssache. Die Künstler verwenden hier teilweise normale Haushaltsschwämme, einen Badeschwamm oder einfach nur ein Stück Schaumstoff. Wichtig für das Ergebnis ist die Struktur des Schwammes. Je grobporiger, desto markanter sind am Ende auch die Strukturen auf dem Bild.

Der feuchte Schwamm wird hierfür einfach in die jeweilige Farbe getaucht und auf die Leinwand getupft. Behutsamkeit ist hier oberstes Gebot, sonst entstehen statt der gewünschten Strukturen nämlich nur verschmierte Stellen auf dem Bild.

Acrylmalerei-Technik #4: Kratzen

Gute Effekte entstehen bei der Acrylmalerei nicht nur durch das Auftragen, sondern auch durch das Entfernen von Farbe. Besonders gut geeignet hierfür ist beispielsweise die Kratztechnik. Dabei legt der Maler zunächst mindestens zwei Farbschichten übereinander an.

Mit einem Spezialmesser wird die obere Farbschicht dann wieder abgekratzt. Das funktioniert besonders gut, wenn die untere Schicht trocken und die obere noch leicht feucht ist. Durch das Abkratzen erhält die Oberfläche eine besonders lebendige Struktur. Alternativ zum Messer kann dafür auch die Rückseite eines Pinsels oder ein Lineal verwendet werden.

Acrylmalerei-Technik #5: Dry Brush Technik

Diese Technik ist auch unter dem deutschen Begriff „Trockenbürsten“ bekannt. Sie wurde auch schon in vergangenen Jahrhunderten von berühmten Malern wie beispielsweise dem Wegbereiter des Impressionismus Claude Monet verwendet.

Damit die Dry Brush Technik funktioniert, sollte der Pinsel nur noch ganz wenig Farbe halten. Der Untergrund sollte ebenfalls bereits trocken sein. Indem nun der Pinsel leicht über das Papier gestreift oder gezogen wird, entstehen gebrochene Farbflächen. Monet hat seinen Bildern beispielsweise dadurch eine große Farbvariation verliehen. Zu sehen ist das unter anderem in seiner Bilderserie „Kathedrale von Rouen“.