Adel Tawil

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Olaf Heine

Kein Scherz: Angefangen hat die musikalische Karriere von Adel Tawil in Boygroups. Doch nach geraumer Zeit ließ der Erfolg von The Boyz nach. Im Nachhinein dürfte das für den Berliner sogar ein Glücksfall gewesen sein. Die seichten Songs und ihre vorgeschriebenen Choreographien entsprachen ohnehin nicht dem eigentlichen Potential des heimlichen Melancholikers. Nach kurzer Sinnkrise und kreativer Pause fasste Adel Tawil den Mut, sich auf seriöses Songwriting zu konzentrieren. Das Glück war auf seiner Seite: Durch Zufall wurde die Sängerin und Produzentin Annette Humpe auf ihn aufmerksam. Die beiden trennt zwar ein großer Altersunterschied, doch beide sind musikalisch „vom selben Stern“. Gemeinsam startete das Duo als Ich + Ich durch. Hier entpuppte sich Tawil als sensibler Großstadtpoet, dessen markante Stimme sowohl zu Soul als auch Rock passt. Das machte sich ebenso auf seinem Solodebüt „Lieder“ bemerkbar: Der Titeltrack ist eine Collage aus Wortfetzen seiner Lieblingssongs, die sowohl von Kurt Cobain als auch Michael Jackson stammen. Für sein neues Album flüchtete Tawil allerdings nach Hawaii – die Isolation sorgte dafür, dass „so schön anders“ stilistisch geschlossener wirkt und gleichzeitig Tawils Jugendliebe wiederbelebt: HipHop. Vielleicht fängt der Spandauer demnächst sogar mit Rap an? In seiner Welt ist alles möglich. Nur eine Sache scheint ausgeschlossen: Dass Tawil jemals wieder in einer Boygroup landet.

30. 6. Plauen

8. 7. München

21. 7. Weimar

29. 7. Dresden

3. 11. Hannover

4. 11. Bremen

5. 11. Köln

7. 11. Lingen

9. 11. Leipzig

11. 11. Berlin

12. 11. Hamburg

14. 11. Rostock

15. 11. Magdeburg

17. 11. Halle

18. 11. Oberhausen

19. 11. Frankfurt

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