- Review
Adele: 25
Kommerziell mit Sicherheit das erfolgreichste Album des Jahres: Adeles „25“
Wer hätte das gedacht – der größte weibliche Popstar unserer Zeit macht weder Dance noch HipHop, sondern singt seelenvolle Retroballaden.
Adele hat damit alle überflügelt. Ihr emotionaler Gesang, die treffsicher ums Piano gruppierten Arrangements, die Wucht der Gefühle: All das gibt ihren Songs jenen Wirkstoff mit, der Millionen in den Bann schlägt, ohne je kitschig oder künstlich zu wirken. Wie sehr die Welt Adele in den vergangenen vier Jahren seit ihrem Megaseller „21“ vermisst hat, zeigt der Erfolg ihrer Vorabsingle „Hello“: Binnen weniger Wochen schaute sich statistisch jeder 20. Erdbewohner den atmosphärischen Clip auf YouTube an.
„Meine letzte Platte war ein Trennungsalbum“, sagt die 27-jährige Sängerin, „und wenn ich das neue mit einem Etikett versehen müsste, dann würde ich sagen: Es ist ein Album, das Frieden schließt. Mit mir selbst. Mit der verlorenen Zeit. Mit allem, was ich je getan und gelassen habe.“
„25“ knüpft nahtlos an ihre Millionenerfolge „19“ und „21“ an. „Hello“ ist zweifellos das herausragende Stück, doch auch Songs wie das akustische „Million Years ago“ oder das von Bruno Mars produzierte „All I ask“ mit seinem perlenden Piano haben eine emotionale Kraft, die Adele momentan einzigartig macht in der Popwelt.
Ihr drittes Album enthält eine Sammlung großer Balladen, die oft intim beginnen und sich dann weiten bis zur Allgemeingültigkeit. Es sind tiefempfundene Songs, an denen schon bald DSDS-Kandidatinnen reihenweise scheitern werden. (mw)
Tourdaten 2016
7. + 8. 5. Berlin, Mercedes-Benz Arena
10. 5. + 11. 5. Hamburg, Barclaycard Arena
14.+ 15. 5. Köln, Lanxess arena
Musik


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