Adrian Tomine: Eindringlinge

Der Gärtner, der so gerne Künstler wäre und doch nur Unverständnis und Spott erntet. Die junge Frau, die einem Pornostar frappierend ähnelt und so die Fähigkeit verliert, sich auf ander Menschen einzulassen. Das stotternde Mädchen, das so gerne Comedienne wäre und es tatsächlich schafft, ihre Bühnenangst zu überwinden, aber nichts gegen die Zweifel ihrer Eltern ausrichten kann. Der US-Zeichner Adrien Tomine beschreibt Scheiternde in seinem Comic-Erzählungsband „Eindringlinge“: Scheiternde am Leben, Scheiternde in der Liebe. Das macht er mit konzentriertem Semi-Funny-Strich, der seine Figuren nicht denunziert, auch wenn er manchmal eine Punchline, manchmal einen Gag wagt. Einen Gag, der freilich nicht lustig ist – man lacht nicht über jemanden, der am Boden liegt, man kann es einfach nicht.
Literatur


Barrio | Bairro 2026: Zeitgenössische lateinamerikanische Literatur in Berlin
Vom 2. bis 18. Oktober findet zum dritten Mal das lateinamerikanische Literaturfestival Barrio | Bairro statt.

Manik Sarkar stellt „Ochsenkopf“ vor
In seinem spektakulären Debüt „Ochsenkopf“ erzählt der Niederländer Manik Sarkar von einem feingeistigen Metzgersohn.

„Schöne Ruinen“ von Jess Walter
„Schöne Ruinen“ von Jess Walter ist ein Pageturner – und zugleich eine melancholische Meditation über das Älterwerden, die Liebe, die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Mitmenschen haben.