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Alan Carter: Marlborough Man

Carter

Vom Nordosten Englands in den Südwestpazifik umzusiedeln klingt verlockend, oder? Ex-Undercovercop Nick Chester wählt den Umzug mit Frau und Sohn in den kleinen Ort Havelock auf der Südinsel Neuseelands jedoch nicht freiwillig. Mit neuer Identität aus einem Zeugenschutzprogramms ausgestattet, muss er sich hier vor den Killerkommandos von Gangster Sammy Pritchard verstecken, dem er in England tüchtig ans Bein gepisst hat. Nick wird auch in Havelock Polizist, doch der vermeintlich ruhige Job in der eindrucksvollen Marlborough-Flusslandschaft beschränkt sich bald nicht mehr nur darauf, Brennholzplünderer und Fleischdiebe zu stellen, Erdbebenübungen abzuhalten oder lästige Sandfliegen zu verscheuchen. Er und seine Maori-Kollegin Latifa Rapta bekommen es mit den Kindermorden eines Sadisten zu tun. Doch neben der schwierigen Jagd auf den Serienmörder muss sich Nick auch immer wieder gegen Pritchards Brutalogangster zur Wehr setzen, die sich als Outdoor-Touris tarnen. Und da in ländlichen Gegenden schnell Axt, Hammer oder Kettensäge zur Hand sind, wird es dann auch schnell mal unappetitlich … Der in England geborene Alan Carter lebt selbst in Australien und Neuseeland. Seiner erfolgreiche Cato-Kwong-Serie mit Handlungsort Australien stellt er nun mit dem „Marlborough Man“ ein neuseeländisches Pendant entgegen, dass mit deutlich mehr Testosteron und einem nervenaufreibenden Showdown punktet. nh

 

 

Alan Carter Marlborough Man

Suhrkamp, 2019, 383 S., 14,95 Euro

Aus d. Engl. v. Karen Witthuhn

 

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