- Review
Andreas Schaerer & Hildegard Lernt Fliegen: The Waves are rising, Dear!
Konzeptalben sind im Jazz nicht alltäglich, und auch Schaerers Stimme würde man zuerst eher im Prog verorten. Jazzaffin ist da wenig, dafür umso spannender.

Konzeptalben sind keine alltägliche Erscheinung im Jazz, und auch Andreas Schaerers Stimme würde man erst einmal eher im Progrock verorten. Addiert man die gewöhnungsbedürftige Instrumentierung der Formation Hildegard Lernt Fliegen, sitzt man zunächst perplex vor den Lautsprechern. Jazzaffin ist da wenig, dafür wird es umso spannender, wenn Bassklarinette, Tuba, Baritonsaxofon und Posaune sinistre Hymnen anstimmen, vor denen sich die Klangwelten des Berner Sängers aufbauen.
Andreas Schaerer mit Hildegard Lernt Fliegen: anstrengend, aber aufregend
Mit fast andächtigem Pathos intoniert Schaerer seine Gedanken und setzt zudem auf Textmaterial des britischen Rappers Soweto Kinch („Symptoms, Causes and Treatments“). Zeit zum Durchatmen gibt’s am ehesten dort, wo Sängerin Jessana Némitz und Akkordeonspieler Vincent Peirani als Studiogäste ins Geschehen eingreifen. Der Rest ist brachial anstrengend, aber ungeheuer aufregend. ron
The Waves are rising, Dear! erscheint am 28. Februar via ACT.
Musik


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