- Review
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ARTE Concert: Moonchild Sanelly beim Reeperbahn Festival 2024
Das Reeperbahn Festival hat Künstler:innen aus aller Welt zu Gast. Eine von ihnen ist 2024 Moonchild Sanelly gewesen, die einen der energetischsten Auftritte des ganzen Festivals hingelegt hat.
Sie springt auf das DJ-Pult, sie twerkt, sie schreit beinahe mantraartige Satzfetzen. Kurzum: Sie bringt eine Dynamik in den Raum, die noch lange im ganzen Körper nachhallt. Die Musik von Moonchild Sanelly ist geradezu erdacht, um live gespielt zu werden und von einer wechselseitigen Energie von Publikum und Sängerin getrieben zu sein. Die Südafrikanerin vermischt für ihren selbstgeprägten Begriff des Ghetto-Funk treibende Electronica-Sounds mit dem ansteckenden Kwaito-Groove ihrer Heimat, schmeißt hier und da noch eine Prise HipHop oder Edgy-Pop in die Gleichung und lässt eine klubfertige Genrekreuzung entstehen.
Diese vor Energie beinahe platzende Mixtur hat längst ihren Weg über die Grenzen Südafrikas hinaus gefunden. Beyoncé hat sich bereits eine Kollabo von der Frau mit den blauen Haaren gesichert und auch die Gorillaz oder das Ezra Collective sind bereits mit ihr im Studio gewesen. Auch auf dem Reeperbahn Festival hat man bekanntlich ein Faible für Musik aus aller Welt und jenseits von irgendwelchen einengenden Genregrenzen. Für 2024 ist Moonchild Sanelly deshalb nicht nur für den hauseigenen Anchor Award – ein Preis für die besten Newcomer:innen – nominiert gewesen, sondern hat auch gleich zwei Shows an dem Septemberwochenende gespielt.
Ihre Festivalshow im Hamburger Gruenspan hat ARTE Concert in Gänze aufgenommen und in der hiesigen Mediathek abrufbar gemacht. Das ergibt 47 Minuten reinste Energiedarbietung, in der das kühle Hamburg ordentlich Hitze bekommt ob der schweißtreibenden Performance von Sanelly (und nebenbei ihrem in wenigem nachstehenden DJ) und auch das eigene Wohnzimmer kurzerhand in einen Club verwandelt.
Musik

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