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Aufgepasst! So werden Sie im Internet an der Nase herumgeführt

Ein Leben ohne Internet kann sich kaum noch jemand vorstellen. Das Internet hat aber auch seine Schattenseiten.

Das Internet macht das Leben in vielerlei Hinsicht leichter. Im Web sind Informationen zu jedem erdenklichen Thema nur ein paar Mausklicks entfernt. Online-Shopping spart viel Zeit und lästiges Herumgefahre. Und das Unterhaltungsangebot von Streamingplattformen und Onlinespielen hat die Freizeitgestaltung der Menschen revolutioniert. Vorbei sind die Zeiten, in denen Serienfans ihre Wochenplanung nach dem Fernsehprogramm ausrichten mussten. Wie ärgerlich das sein kann, zeigte erst kürzlich die Entscheidung des Zweiten, Better Call Saul nur in den frühen Morgenstunden zu senden. Ein Leben ohne Internet kann sich aus diesen und anderen Gründen kaum noch jemand vorstellen. Das Internet hat aber auch seine Schattenseiten. Für unseriöse Geschäftsleute und Betrüger stellt das Netz eine wahre Goldgrube dar. Denn sie können hier deutlich einfacher ihren Machenschaften nachgehen, ohne entdeckt zu werden. Teilweise werden Internetnutzer mit dreisten Maschen abgezockt und haben im Nachhinein kaum eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Zum Glück gibt es aber einige Möglichkeiten, sich zu schützen. Zum einen ist es wichtig, sich zu informieren, bevor Daten eingegeben oder Verträge abgeschlossen werden. Und zum anderen ist es von Vorteil, die häufigsten Tricks zu kennen, mit denen Verbraucher im Internet an der Nase herumgeführt werden.

Schutz vor Abzocke

Auch wenn gesundes Misstrauen angebracht ist: Im Internet gibt es auch viele seriöse und vorteilhafte Angebote. Es gibt keinen Grund, aus Sorge vor Abzocke auf diese zu verzichten. Denn wer sich umsichtig verhält, für den ist das Risiko auf eine Masche hereinzufallen, äußerst gering. Besonders wichtig ist es, sich in Ruhe zu informieren, bevor irgendwo persönliche Daten eingegeben werden oder bevor zum ersten Mal bei einem neuen Webshop bestellt wird. Oft genügt schon eine Google-Suche, um unseriöse Angebote zu entlarven. Wenn schon viele Verbraucher schlechte Erfahrungen mit einer Webseite gemacht haben, finden sich meist schnell eindeutige Berichte. Auch Vergleichsplattformen können eine große Hilfe bei der Suche nach seriösen Angeboten darstellen. Zum einen liefern sie oft Aufschluss darüber, wie vertrauenswürdig verschiedene Anbieter sind. Das ist aber nicht der einzige Grund, Vergleichsplattformen zu nutzen. Webseiten, die Reisen, Handytarife oder Online Casinos vergleichen, geben zwar nicht immer neutrale Empfehlungen ab. Einige Seiten wie etwa das Casino-Portal NoDepositFriend haben jedoch gewisse Vorteile in Form von Bonusangeboten zu bieten. Wer über die Vergleichsplattform ein Konto eröffnet, erhält beispielsweise Freispiele oder einen Bonus ohne Einzahlung. Auch Vergleichsportale für Handy- oder Stromtarife bieten oft Sondertarife, die bei einem Direktabschluss nicht verfügbar sind. Eine dritte Möglichkeit, sich vor Abzocke zu schützen, stellen Bewertungsportale wie Trustpilot dar. Dort gibt es Erfahrungsberichte zu Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen, die eine gute Entscheidungshilfe darstellen können. Wer Sicherheitsmaßnahmen wie diese berücksichtigt, muss sich vor den folgenden Maschen im Internet kaum Sorgen machen.

Augen auf: Abofalle

Manchmal entpuppen sich vermeintliche Gratis-Angebote im Internet als echte Kostenfallen. Dabei muss es sich nicht einmal um betrügerische Angebote handeln. Im Internet ist es durchaus üblich, dass Bezahldienste kostenlos getestet werden können – unter der Bedingung, dass zunächst ein Abonnement abgeschlossen wird, das während des Testzeitraums aber jederzeit gekündigt werden kann. Das hört sich zunächst einmal gut an. Nur leider setzen Unternehmen bewusst darauf, dass Nutzer das Kündigen schlicht und einfach vergessen. Wer nur einen Tag zu spät an die Kündigung denkt, darf möglicherweise zwei Jahre lang Abo-Gebühren zahlen, obwohl er den Dienst gar nicht weiter nutzen möchte. Doch das ist noch nicht alles. In manchen Fällen bemerkt der Kunde nämlich gar nicht, dass er ein Abonnement abgeschlossen hat. Oft möchte er eigentlich nur an einem Gewinnspiel teilnehmen oder einen einmaligen bezahlten Download durchführen. Irgendwo im Kleingedruckten steht aber, dass er mit dem Klick auf die Schaltfläche „Bestätigen“ eine monatliche Verpflichtung eingeht. Sind die Kreditkartendaten eingegeben, erfolgt die Abbuchung automatisch. Wer irgendwo seine Zahlungsdaten eingibt, sollte also genau auf Impressum und Kleingedrucktes achten. Denn ist man erst einmal in eine Abofalle getappt, kann es schwierig sein, das abgebuchte Geld wieder zu bekommen.

Achtung, Fälschung!

Vorsicht ist auch beim Kauf von Markenprodukten im Internet angebracht. Das gilt insbesondere dann, wenn der Preis ungewöhnlich niedrig ist. Im besten Fall handelt es sich bei dem Artikel dann um einen Ladenhüter, den der Händler so schnell wie möglich loswerden möchte. In anderen Fällen werden aber auch ungekennzeichnete B-Ware oder Fälschungen angeboten. Große Plattformen wie Amazon oder Ebay stellen einen undurchsichtigen Dschungel mit Zehntausenden unterschiedlichen Verkäufern dar. Daher kann es leicht passieren, dass hin und wieder schwarze Schafe durch das Netz der Sicherheitsmaßnahmen rutschen und minderwertige Ware verkaufen. Häufig schalten aber auch Betrüger aus Ländern wie China Webseiten für Nutzer in Deutschland. Wer dort vermeintlich günstige Markensneaker oder Designersonnenbrillen ersteht, wird enttäuscht. Oft kommt das Paket nach einer wochenlangen Wartezeit gar nicht an, sondern wird vom Zoll konfisziert. Und wenn es schließlich doch vor der Tür steht, befindet sich darin oft ein anderes Produkt als das Bestellte. Oder eben eine billige Kopie, die sich innerhalb kürzester Zeit in ihre Einzelteile auflöst. Das Geld ist in solchen Fällen oft weg. Bessere Chancen auf eine Rückerstattung bei fehlerhafter Ware gibt es bei einem Kauf von Plattformen mit Sitz im Inland.

Kurioses

Neben solchen alltäglichen Maschen gibt es hin und wieder durchaus kuriose Methoden, mit denen Internetnutzer um ihr Geld gebracht werden sollen. So setzt beispielsweise eine vermeintliche Hellseherin Interessenten mit Emails unter Druck: Sie habe ein schreckliches Ereignis vorhergesehen und könne es gegen Bezahlung gerne abwenden. Bei einer anderen Masche tritt ein angeblicher Auftragsmörder per Email in Kontakt: Er sei beauftragt, den Empfänger zu töten und würde gegen Zahlung von einigen Tausend Euro davon absehen. Offensichtlich gehen die Urheber solcher Emails davon aus, dass der eine oder andere Empfänger dieser massenhaft verschickten Spam-Post ihnen Glauben schenkt. Eine anderer Trick war eine Zeit lang auf Plattformen wie Ebay in Mode: Dort gab es die leeren Verpackungen von teuren Elektronikartikeln wie iPhones für Hunderte von Euros zu kaufen. Die Käufer gingen natürlich davon aus, dass Gerät und nicht nur einen leeren Pappkarton zu erhalten. Glücklicherweise hat das Versandhaus solchen Angeboten einen Riegel vorgeschoben.

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