Aurora: All my Demons greeting me as a Friend
Werbespots sind nicht genug: Aurora
Die Single „Running with the Wolves“ dürften nicht wenige aus dem Werbespot eines Mobilfunkanbieters kennen. Doch die norwegische Sängerin Aurora ist mehr als eine akustische Zulieferin für Werbefilme. Dafür reicht schon ein Blick auf den Titel ihres Debütalbums.
Der, „All my Demons greeting me as a Friend“, ist nicht nur wunderschön, sondern verweist auch auf einen zugegeben klischeebehafteten Topos in der Kunst: Leid als Inspiration. Die 19-jährige Musikerin verwandelt ihre Dämonen in düstere Poesie, macht sie zu mal stürmisch drängenden, mal fragilen Songs, die doch in jedem Moment vor allem eins sind: Pop.
Allein in „Warrior“ verfällt sie kurz in Erbauungskitsch („Let love conquer your mind, just reach out for the light“), nur um kurz darauf mit den sinistren Pianoakkorden von „Murder Song“ Erinnerungen an Soap&Skin zu wecken – bevor sie die morbide Trennungsballade in ein furioses Popcrescendo münden lässt.
Von Aurora wird man noch einiges hören. Auch außerhalb der Fernsehwerbung. sb
Musik

- Storys

Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde
- Review

Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Hörenswert

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad
Nach 25 Jahren als Bonobo laufen Simon Greens Songs auf TikTok schon als Klassiker. Hat er deshalb gerade sein letztes Album aufgenommen?

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Das neue Album von Nate Amos alias This Is Lorelei ist das bisher simpelste – und hat genau deshalb am meisten Mühen gekostet.
