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Ausstellungseröffnung: Das Malerische

Was ist gute Kunst? Das Lenbachhaus stellt sich mit einer bildgewaltigen Ausstellung der K-Frage.

Eine Frage der Kunst: Da geht man zu einer Ausstellung, und irgendwann fragt bestimmt jemand pikiert: „Und das soll Kunst sein?“Aber was heißt das eigentlich? Ab wann ist ein Kunstwerk gut gelungen?

Gute Frage! Denn man kommt nicht drumherum: Die Frage, was Kunst ist und was sie ausmacht, ist mindestens so alt wie die Kunst selbst. Was sich indes ändert, sind die Ansichten und Antworten auf die Kunstfrage. Lange Zeit wurde die Malerei dem Handwerk zugeordnet, nicht aber der Kunst. Gemalt wurde nach technischen Aspekten, nach formalen Konventionen, das musste erst einmal beherrscht werden, da hat der persönliche Ausdruck nichts zu suchen – Emotionen wie Melancholie schon gar nicht! Das änderte sich mit Beginn der Moderne.

Ende des 19. Jahrhunderts begannen immer mehr Künstler*innen, nach dem Sinnlichen in der Kunst zu suchen: Da wollte sich etwas ausdrücken, etwas Innerliches. Das wurde nicht nur in der Wahl der Motive sichtbar (und spürbar), sondern vor allem in der Wahl der Farben, später auch durchaus in der Sprache der Formen, und die Malweise wurde so zum Mittel des emotionalen Ausdrucks. Auf welche Art Künstler*innen der Moderne das Malerische gesehen und umgesetzt haben, das kann man sich im Lenbachhaus ansehen. Hier steht die Frage, was „gut gemalt“ ist, im Mittelpunkt – ganz ohne Naserümpfen.

München, Lenbachhaus ab 19. 11.

Mehr Infos zur Ausstellung auf der Homepage des Lenbachhauses.

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