KUNST

Ausstellungseröffnung: Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård

Ein bisschen unheimlich ist er ja schon – „Der Schrei“ von Edvard Munch. Auch sonst blickt man bei den Figuren in Munchs Gemälden häufig in dunkle Augenhöhlen. Dabei kann man den norwegischen Künstler bei weitem nicht auf ein bestimmtes Stimmungsmotiv reduzieren.

Über Druckgrafiken, Gemälde und Skulpturen entwickelte er sich vom Realismus bis hin zum Wegbereiter der expressionistischen Moderne. Zur Rezeption kommt die persönliche Sichtweise hinzu – umso spannender, sich hundert Jahre später mit der Sichtweise eines anderen zu beschäftigen.

Die Kunstsammlung NRW hat sich passend zur Frankfurter Buchmesse mit Ehrengast Norwegen, den Bestseller Karl Ove Knausgård vorgeknöpft. Als bedeutender norwegischer Autor der Gegenwart blickt Knausgård mit einer ganz eigenen Perspektive auf seinen Landsmann. Um die 140 Werke hat dieser für die Ausstellung zusammengestellt. Mit Sinn für die innere Gefühlswelt des Künstlers transportiert Knausgård seinen Blick nach außen.

Thematisch gliedert er die Ausstellung in vier Bereiche: „Licht und Landschaft“, „Der Wald“, „Chaos und Kraft“ und „Die Anderen“. Damit führt er vor Augen, wie sich Munch seine Umgebung emotional einverleibte, sie auf seine Art wieder ausdrückte und sich schließlich mit der äußeren Realität der anderen beschäftigte. Fehlt nur noch der Blick der Besucher*innen.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 12. 10.–1. 3. 2020

Mehr Infos zur Ausstellung gibt es auf der Homepage der Kunstsammlung NRW.

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