KUNST

Ausstellungseröffnung: Olafur Eliasson. Symbiotic seeing

Ein dunkler Raum, wie im Theater; in der Mitte ein Lichtkegel. Etwas schimmert, bewegt sich, wandelt von oben nach unten. Ein kreisrunder Wasserfall aus Sprühregen und Nebel. Farbspektren werden sichtbar, feine Nuancen weißblauen Lichts ziehen sich wie Fäden durch die Luft und verlaufen in rötliche Sphären. „Rainbow assembly“ heißt dieses Kunstwerk und ist reine Poesie aus Wasser und Licht. Die Rede ist vom Werk des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson (*1967): Seine Kunst kreist um die sinnliche Erfahrung physikalischer Phänomene, konfrontiert uns mit unserem Verhalten auf der Erde, der Natur, unserem Umgang mit Ressourcen und wirft uns letztlich auf uns selbst zurück.

Eliasson möchte Kunst nicht nur sichtbar, sondern spürbar machen. Wenn man sich durch seine raumgreifenden Installationen bewegt, kann man nicht anders, als sich dem Licht zuzuwenden, die feinen Tropfen auf der Haut spüren oder mit dem eigenen Körper durch Nebelwände brechen. Jemand, der sich so vehement dem gefühlten Leben widmet, muss die Frage nach dem Leben aller stellen: Welche Formen der Koexistenz schließt alle Spezies mit ein? In seiner eigens für das Kunsthaus Zürich konzipierten Ausstellung „Symbiotic seeing“ begegnen wir dem kollektiven Lebensphänomen mit allen Sinnen. Wer gerne seine eigene Wahrnehmung spürt, darf sich genüsslich in die Immersion stürzen.

Kunsthaus Zürich: Olafur Eliasson. Symbiotic seeing 17. 1.–22. 3.

Mehr Infos zur Ausstellung auf der Homepage des Kunsthauses Zürich

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