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Ausstellungseröffnung: „Return Codes“

In der Ausstellung „Return Codes“ zeigen 18 Künstler und Künstlerinnen, was Systemfehler mit menschlicher Wahrnehmung zu tun haben.

Sie sind von Menschen gemacht, doch eines haben sie uns voraus: Maschinen, die anstandslos reflektieren, eigene Fehler erkennen und sofort beheben. Aber Menschen sind eben sehr eigen, wenn es um Einsicht und Vernunft geht. Im IT-Bereich sprechen Softwareentwickler von Return Codes, wenn es um Systemfehler geht, die vom Computer als eigenes Fehlverhalten erkannt und zurückgemeldet werden. Auch unter menschlichem Sozialverhalten gäbe es vieles, was als unvernünftig, fehlerhaft erkannt und behoben werden könnte – nicht nur untereinander, sondern auch im Umgang mit der natürlichen Umwelt.

Der Berufsverband bildender Künstler*innen Hamburg hat den IT-Begriff zum Anlass genommen, kunstvoll über die eigene Verantwortung zu reflektieren. Im Kunsthaus Hamburg kommen 18 Positionen zusammen, die unseren Umgang mit der Welt hinterfragen: Wie funktioniert unsere Wahrnehmung, wie kommunizieren wir, was bekommen wir überhaupt mit vom Leben anderer?

Maren Goldenbaum-Henkels Figuren konfrontieren einen mit dem äußeren Schein oberflächlicher Schönheit. Wolfgang Blocks Videoinstallationen (siehe oben) zeigen uns, wie der eigene Blick von anderen gesteuert und beeinflusst werden kann. Und Valérie Wagners Fotografien fragen nach dem Verschwinden ganzer Spezies auf der Erde. Genügend Impulse also, die eine oder andere Rückmeldung zu empfangen – und zu bearbeiten.  jb

Kunsthaus Hamburg 28. 1.–8. 3.

Mehr Infos zur Ausstellung „Return Codes“ gibt es auf der Homepage des Kunsthauses Hamburg.

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