- Review
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Baiuca beim Bardentreffen Nürnberg 2024 bei ARTE Concert
Beim Bardentreffen Nürnberg stand in diesem Jahr der Mittelmeerraum im Fokus: eine Gegend, die seit Jahrtausenden die kulturellen Einflüsse aus drei Kontinenten verbindet. Und kaum ein Act steht besser für diese Fusion als Baiuca. Der spanische Elektromusiker, der bürgerlich Alejandro Guillán heißt, ist in seiner Heimat längst ein Star. Wie so viele Künstler:innen lebt er in der Hauptstadt seines Landes, doch seine Musik ist ganz von seinen Wurzeln geprägt, die in Galicien liegen – nicht zu verwechseln mit Galizien nördlich der Karpaten. Die spanische Region im Nordwesten vereint keltische Traditionen mit Einflüssen aus Nordafrika, die Baiuca wiederum mit modernen Elektroklängen verbindet, um eine explosive Mischung zu schaffen.
Für seine Musik lässt sich Baiuca von den jahrhundertealten Gedichten, Geschichten und Gesängen Galiciens inspirieren. Doch er greift auch auf gesampelte Sounds von traditionellen Instrumenten wie Flöten, Basstrommel oder Tabor zurück oder lässt den Klang von Löffeln einfließen. Auf der Bühne in Nürnberg wird er von den Cantareiras von Lilaina unterstützt. Die beiden Schwestern berufen sich auf die musikalische und mystische Tradition der galicischen Dörfer, ihre Gesänge gehen auf die manchmal als Hexen, manchmal als Heilerinnen gelesenen Meigas zurück, die in den Legenden Galiciens eine zentrale Rolle spielen. So nehmen uns Baiuca und seine Mitstreiter:innen mit auf eine halb historische, halb magische Reise in eine versunkene Welt.
Musik


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