KUNST

BarabásiLab. Hidden Patterns. Netzwerkdenken

BarabásiLab
The Cosmic Web, 2016 Kim Albrecht, Albert-László Barabási, Bruno Coutinho, Arjun Dey, Lars Hernquist,
 Paul Torrey, Mark Vogelsberger © BarabásiLab

Gemeinsam mit dem Ludwig Museum in Budapest hat das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) eine Ausstellung konzipiert, die das hervorholt, was uns alle umgibt: Netzwerke. Bis zum 16. Januar 2022 können sich Besucher*innen „BarabásiLab. Hidden Patterns. Netzwerkdenken“ im ZKM ansehen. Vorläufig digital. Der Name BarabásiLab geht dabei auf das Forschungsprojekt des ungarischen Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási zurück. Seit 25 Jahren setzt sich Barabási mit den komplexen Strukturen und dem interdisziplinären Feld der Netzwerkforschung auseinander. Was so undurchsichtig und abstrakt klingen mag, ist dabei essentieller Bestandteil unserer Alltags, denn Netzwerke sind überall: Als verborgene Muster und Strukturen in der Gesellschaft, der Kultur sowie in der Natur. Ziel der Arbeit von BarabásiLab ist es, diese Netzwerke sichtbar zu machen.

An dem Prozess, Visualisierungsformen für Netzwerke zu finden, sind Wissenschaftler*innen, Designer*innen und Künstler*innen beteiligt. Gemeinsam geben sie den (digitalen) Besucher*innen einen anschaulichen Überblick über die Netze, die unser Leben bestimmen. Kurator und ZKM-Leiter Peter Weibel erläutert die Netzwerk-Thematik folgendermaßen:

„Bis dato stellten die Menschen Korrelationen zwischen Worten und Wesen (Lebewesen, Gegenstände etc.) und zwischen Worten und Worten her. In einer komplexer gewordenen Welt, in der Daten über die Welt die Wesen und Worte, Bilder und Töne operieren, bedarf es neuer Modelle der Korrelationen: Netzwerke. Auf das verbale und visuelle Denken folgt das Zeitalter des Netzwerk-Denkens, das uns hilft, bisher verborgene Muster der Welt und unseres Handelns zu entdecken.“

Mehr Eindrücke, Informationen und Videos zur Ausstellung gibt es auf der Website vom ZKM.

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