- Review
Anzeige
Benedikt – neues Album „Why are you dreaming?“
Ruhe finden im Chaos der Gefühle: Heute erscheint das neue Album der neunköpfigen Indie-Band Benedikt aus Oslo.

Neun aus Norwegen
Als Hans Olav Settem vom Internat flog, fand er Halt und Inspiration bei großen Singer/Songwritern wie Vashti Bunyan, King Creosote und Elliott Smith. Die Musik half Settem, den Schritt aus provinzieller Enge in die norwegische Hauptstadt zu machen. Aus seinem Osloer Freundeskreis wuchs die Band Benedikt mit neun Individualisten.
Mit dem Album „Why are you dreaming?“ kehrt die Band zurück zu ihren biografischen Wurzeln. Die neuen Songs handeln vom Mief der Provinz und der Trostlosigkeit der frühen Jahre. Kindheitsängste spielen genauso eine Rolle wie die Angst vor dem Leben und dem Tod. Trotz allem strahlen Benedikt eine besondere Kraft aus: Ruhe, Besinnung, Autonomie.
Songs als Klanglandschaften
Songs wie „You Might Remember“ spiegeln die ganze Bandbreite des Benedikt-Sounds wider: Klanglandschaften mit Streichern, Akkordeon, verzerrtem Schlagzeug und entspannten Vocals schaffen eine Atmosphäre von innerer Einkehr und Konzentration.
Intime, persönliche Texte sind die Grundlagen der meisten Stücke. „Blood Moon“ umkreist die Trauer, einen Menschen verloren zu haben, der noch am Leben ist. In „2017“ verarbeitet Settem einen persönlichen Schicksalsschlag: „In dem Jahr wäre ein Cousin und enger Freund von mir fast ertrunken und erlitt einen anoxischen Hirnschaden“, erzählt der Musiker: „Diesen Song habe ich geschrieben, um damit klarzukommen und darüber nachzudenken, ob ich etwas hätte tun können.“
„My Killer“ von Benedikt
Musik

- Tourneen

Gregory Porter & Band gehen mit Christmas Wish auf Tour

Just getting started: Ronan Keating Live 2027
Hörenswert

Eels im Interview: Ein ziemlich glücklicher Mann
Eels-Mastermind Mark Oliver „E“ Everett mag ein Melancholiker sein, doch jetzt kontert er sogar die Vergänglichkeit mit Lebensfreude aus.

Danger Dan – Keine Angst
Erst vom ZDF gestrichen, dann in den Top Ten: Auf seinem zweiten Klavieralbum verbindet Danger Dan Gesellschaftskritik mit sehr persönlichen Momenten. Er spricht über Rechtsruck, Erblindung und sein Coming-out – reduziert im Sound, aber mit umso mehr Wucht.

- Gewinnspiele