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Tötende Schöpfer

Neflix bringt wieder eine deutsche Serie: „Biohackers“ macht aus synthetischer Biologie einen Thriller – oftmals platt, aber spannend.

Eigentlich war ihr Start für den 30. 4. vorgesehen, doch dann kam die Covid-19-Pandemie, und Netflix hielt es nicht für opportun, eine Serie über die Gefahren synthetischer Biologie zu bringen, in der gleich zu Beginn die Menschen in einem Zug reihenweise kollabieren.

„Synthetische Biologie macht uns von Geschöpfen zu Schöpfern“, sagt Professorin Tanja Lorenz (stark überspielt von Jessica Schwarz) gleich zu Semesterbeginn an der Uni Freiburg großspurig und fordert kreatives Denken ein – Erstsemester Mia (Luna Wedler) hängt an ihren Lippen. Will Mia Karriere machen, oder hat sie Tanja Lorenz im Visir? Immerhin haben beide eine gemeinsame Vergangenheit, von der Lorenz allerdings nichts weiß.

Mit einer über Leichen gehenden Professorin und einer talentierten Studentin in den Hauptrollen wirkt „Biohackers“ wie ein vom Algorithmus definierter biologisch-medizinischer Ableger der Serie „Bad Banks“ – allerdings in der Handlung wie in der Darstellung klischeehafter und platter als das Original. Pluspunkt: die Spannung. jw

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