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Bob Dylan: Shadows in the Night

Wenn Bob Dylan Frank Sinatra covert, kommt natürlich nur eins dabei raus: echter Dylan-Stoff.

Dem 73-jährigen Songpoeten Bob Dylan fehlt es noch immer nicht an Mut: Auf dem Album „Shadows in the Night“, das diese Woche zur Abstimmung steht, nimmt sich der König der Grantler nun mit ruinierter Reststimme ausgerechnet den König der Crooner vor, Frank Sinatra.

„Wir covern diese Songs nicht, das hat man oft genug getan. Wir entcovern sie“, kommentiert Dylan sein Album, „wir holen sie aus dem Grab.“

Der Kontrast ist schaurig und schön zugleich: Wo Sinatra gesanglich alles richtig machte, trifft Dylan keinen Ton und vermag selbst die falschen nicht zu halten. Wo Sinatra sich von der Wucht eines Großorchesters umgeben ließ, bricht Dylan Standards wie „I’m a Fool to want you“ runter auf die klangliche Intimität einer Fünfmannband.

Kurz: Er macht Croonerklassiker zu Krächznummern, die dann doch wieder zu Dylan-Originalen werden.

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