MUSIK

Anzeige wegen Maskendeal: Böhmermann zerreißt Fynn Kliemann und alle springen ab

Fynn Kliemann
Foto: Samuel Mindermann
  • Am 6. Mai 2022 enthüllte Satiriker Jan Böhmermann einen kruden Maskendeal um den Erfolgstypen Fynn Kliemann.
  • Daraufhin haben mehrere Kooperationspartner:innen angekündigt, ihre Geschäftsbeziehungen zu ihm zu überprüfen.
  • Die ersten Unternehmen ziehen nun Konsequenzen, und eine Anzeige gegen Kliemann steht auch im Raum.

Die Aufregung um Jan Böhmermanns Enthüllungen zu Fynn Kliemanns Maskengate in seiner ZDF-Sendung war schon im Vorfeld groß, nachdem Unternehmer, Influencer und Musiker Kliemann ein Statement auf Instagram veröffentlicht hatte, noch bevor die Sendung ausgestrahlt werden konnte. Was dann in der, nicht wie üblich zunächst linear und parallel in der Mediathek ausgestrahlten Sendung, herauskam, die stattdessen bereits vorab auf YouTube verfügbar war, konnte allerdings auch der findige Geschäftsmann nach dem öffentlichen Verlesen des Fragenkatalogs von Böhmermanns Investigativteam nicht absehen.

Böhmermann überführt Kliemann gemeinsam mit dem Unternehmen Global Tactics scheinbar in aller Öffentlichkeit des Maskenbetrugs, in dem er behauptet, Fynn Kliemann habe Corona-Schutzmasken in Bangladesch und Vietnam produzieren lassen, obwohl diese als „fair“ und in „Europa produziert“ beworben worden sein. Ein Shitstorm sondergleichen brach über den Norddeutschen Entertainer herein. Da halfen auch keine Entschuldigung und kein Post auf Instagram mehr, kein Leugnen, keine Versprechen, das Geschehene aufzuklären. Nicht umsonst beginnt sein letzter Beitrag zum Thema vor einer ziemlich wahrscheinlichen Sendepause im Internet mit den Worten „Guten Tag, mein Name ist Fynn Kliemann und die meisten von euch mochten mich vor vier Tagen mehr als heute.“

Unternehmen ziehen Konsequenzen – Kliemann angezeigt

Eine eigens für diesen Fall eingerichtete Website Böhmermann zur Masken-Causa informiert indes in typischer Manier auch über den TV-Beitrag hinaus. Und nur wenige Tage später zeichnen sich ernsthafte Konsequenzen für den beschuldigten Unternehmer ab: Kliemann sei nach den Vorwürfen gegen ihn bei der Polizei in Rotenburg angezeigt worden, hat ein NDR-Regionalmagazin schon am Dienstag darauf berichtet. Dem Beitrag nach schätzen Experten die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kliemann strafbar gemacht hat, als nicht besonders hoch ein. Die Frage sei, ob Käufern der Masken ein Schaden entstanden sei oder ob Kliemann nur falsche Aussagen getätigt habe.

Nach dem die Tafel Deutschland ihre Geschäftsbeziehungen mit Kliemann schon vor Ausstrahlung der ZDF-Recherchen beendet hat, platzen nun auch weitere Deals: „Viva con Agua“ beendet die Zusammenarbeit offiziell und auch über den Absprung eines Berliner CBD-Start-ups. Der Energieversorger EWE hat einem SPIEGEL-Bericht zufolge ebenfalls angekündigt, die weitere Arbeit mit Kliemann zu überprüfen. Der FC St. Pauli veröffentlichte ebenfalls eine Stellungnahme.

Wann sich das Wirken von Fynn Kliemann wieder um DIY-Spaß auf YouTube, verrückte Stunt-Videos, Musik oder coole Promi-Kollegen drehen wird, ist fraglich. Ob Kliemann letztendlich nur gelogen oder sich auch wirklich strafbar gemacht hat, muss nun die Justiz klären.

 

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