MUSIK

Bugge Wesseltoft beim Norwegian Digital Jazz Festival

Bugge Wesseltoft posiert für das Norwegian Digital Jazz Festival for seinem Flügel
Bugge Wesseltoft Foto: Per Ole Hagen

Bugge Wesseltoft hat dem Jazz des 21. Jahrhunderts den Weg geebnet. Mit seinen „New Conceptions of Jazz“ erprobte er in den 90er-Jahren neue Möglichkeiten des Zusammenspiels von akustischen und elektronischen Elementen, Jazzharmonien, Synthesizern und programmierten Beats. Auch heute sind elektronische Klänge noch im Spiel des Pianisten präsent, auch wenn ihr Einsatz deutlich moderater ausfällt.

Beim Norwegian Digital Jazz Festival spielt Wesseltoft alleine am Piano und greift nur ab und zu Mal zu der Klaviatur seines digitalen Synthesizers. Die Grundlage seines Konzerts bildet das 2017 erschienene Album „Everybody loves Angels“, auf dem sich der 56-Jährige unter anderem bekannte Songs von Bob Dylan, den Beatles, Simon & Garfunkel oder Cat Stevens vorgeknöpft hat. Durch sein minimalistisches Spiel lässt er den musikalischen Ideen dieser Songs viel Raum zum Atmen, die Melodien werden ausgedehnt und durch Wesseltofts improvisatorisches Spiel weiterentwickelt. So bedacht und andächtig, wie Wesseltoft die Stücke interpretiert, entlockt er ihnen neue, tiefgründige Facetten und erlaubt es den Zuhörer*innen, sie, obwohl sie zu jedem Zeitpunkt erkennbar bleiben, noch einmal ganz anders zu erfahren.

Das Konzert von Bugge Wesseltoft ist seit dem 12. 11. auf der Website des Norwegian Digital Jazz Festivals abrufbar. Ebenfalls dort können Eintrittskarten sowie Wochen- und Festivalpässe gekauft werden. Zusätzlich zu dem Auftritt im Osloer Klub Sentralen gibt es auch ein Interview mit dem Pianisten auf der Website.