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Sigourney Weaver in Abtreibungsdrama „Call Jane“

Call Jane Sigourney Weaver
Elizabeth Banks (links) und Sigourney Weaver (rechts) in „Call Jane“DCM / Wilson Webb

Sigourney Weaver ist in dem Abtreibungsdrama „Call Jane“ zu sehen, das ein wieder sehr aktuelles Thema behandelt: Selbstbestimmung der Frau.

Sigourney Weaver spielt in dem leider wieder sehr aktuellen Drama „Call Jane“ Virginia, die Leiterin einer Frauenorganisation, die in Chicago im Jahr 1968 illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt – das wegweisende Urteil Roe v. Wade, das Abtreibungen aus der Illegalität holt, kam erst fünf Jahre später 1973.

Joy (Elizabeth Banks) wendet sich an Virginia, da sie mit ihm zweiten Kind schwanger ist, aber nach einer Untersuchung erfährt, dass sie bei der Geburt mit fünfzigprozentiger Wahrscheinlichkeit sterben kann. Dennoch lehnt ein Gremium, das nur aus Männern besteht, eine Abtreibung ab. Joy lässt von einer Ärztin, mit der Virginia zusammenarbeitet, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen – und beginnt, selber für die Organisation „Call Jane“ zu arbeiten, obwohl sie aus einem republikanischen Umfeld kommt …

Ein Drama mit einem etwas überstürzten Ende, wie unser Autor findet. Aber ein immens und unfreiwillig wichtiger Film, nachdem der Supreme Court der USA letztens Roe v. Wade und das verfassungsmäßige Recht einer Frau, über Abbruch oder Fortführung ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden, einkassierte und die Entscheidung mangels eines Bundesgesetzes nun den jeweiligen Bundesstaaten überlässt. Je konservativer also ein US-Staat, desto restriktiver ist das Recht gegen Abtreibungen. In manchen Staaten ist selbstbestimmte Abtreibung nicht mehr möglich. Für Aufsehen sorgte der Fall eines zehnjährigen Mädchens auf Ohio, dem nach einer Vergewaltigung keine Abtreibung erlaubt wurde und das in einen anderen Staat fahren musste, um dies machen zu lassen.

Hier gibt es unsere Kritik zu „Call Jane“ mit Sigourney Weaver, alle Vorstellungen in deiner Stadt und gleich Kinotickets zu kaufen.