FILM

Cats: Die Arbeit mit Tom Hooper war für das Visual Effects Team „sehr nah an Sklaverei“

„Cats“ hat sechs Goldene Himbeeren gewonnen
Universal Pictures

Eine anonyme Quelle des Visual Effects Teams für den Film „Cats“ hat in einem Interview mit The Daily Beast die Erfahrung der Arbeit mit Regisseur Tom Hooper geschildert. Das Interview bestätigt Gerüchte über beinahe unmögliche Arbeitsbedingungen, zuvorderst eine arg verkürzte Produktionszeit: „Wir hatten keine Zeit. Sechs Monate für einen zweiminütigen Trailer und vier Monate für einen eineinhalbstündigen Film. Man merkt schon, dass das keinen Sinn ergibt.“

Cats: Die Arbeit am Film war „reine Sklaverei“

Dass die visuellen Effekte des Films schon mit den ersten veröffentlichten Trailern großen Spott ernteten sei daher nicht verwunderlich, so die anonyme Quelle weiter: „Es war eine reine Sklaverei für uns, wie viel Arbeit wir in sehr wenig Zeit leisten mussten, und alles war sehr schwer. Das ganze Projekt war so gehetzt, dass wir kaum Zeit hatten. Wenn die Leute jetzt also sagen ,Oh, die Effekte waren schlecht’, oder ,Die Animation ist nicht gut’, oder etwas in der Art, ist das nicht unsere Schuld.“ So musste das Visual Effects Team um die Deadlines einzuhalten 90-stündige Arbeitswochen leisten – einige Mitarbeiter*innen blieben dementsprechend gleich zwei oder drei Tage am Stück im Büro.

Die Tatsache, dass der Backlash auf die ersten Bilder des Films noch aufwendige Redesigns nach sich gezogen haben, wird die Belastung des „Cats“-Visual Effects Teams noch erhöht haben. Zudem kommt verstärkend hinzu, dass das Arbeitsklima, insbesondere in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Regisseur Tom Hooper, nicht gerade harmonisch ausfiel. Die mitwirkende Person beschreibt die Arbeit mit Hooper im Interview als „furchtbar“, „respektlos“, „erniedrigend“ und „herablassend“. Hooper und die Distributionsfirma Universal Pictures haben sich bisher noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert.

Chaotische Produktionen und #ReleaseTheButtholeCut

Im Angesicht der Berichte über die chaotische Produktion und das toxische Arbeitsumfeld sind die skurrilen Berichte über eine nunmehr verschollene Version von „Cats“, in der die Charaktere allesamt anatomisch korrekt mit sichtbaren Sphinktern ausgestattet sind, kaum verwunderlich. Auch zu dem in Anspielung an das DC-Fan-Hashtag #ReleaseTheSnyderCut angelehnte Twitter-Meme #ReleaseTheButtholeCut äußerte sich die Quelle: „Als wir uns die ersten Playbacks angesehen haben, hieß es auf einmal ,Was zur Hölle? Seht ihr das auch?’ Es gab nie jemanden der gesagt hat ‘Wir wollen Polöcher’, es war eines dieser Dinge, die einfach passiert und irgendwie durchgerutscht sind.“ jl

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