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„Children of Men“ bei Arte: Die Menschheit stirbt aus!

Children of Men läuft bei Arte.
Julian (Julianne Moore, re.) bittet Theo (Clive Owen, li.) um Hilfe, die Ziele der Rebellenbewegung zu unterstützen. (© 2006 Universal Studios/All rights reserved Foto: ARTE F)

In der nahen, dystopischen Zukunft sind alle Frauen unfruchtbar – bis auf eine, die der Ex-Aktivist Theo vor Regierung und Kriminellen schützen muss.

„Children of Men“ läuft am 25. Januar bei Arte und ist bis 31. Januar in der Arte-Mediathek zu finden.

Im Jahr 2027 steht die Menschheit vor dem Aussterben: Seit 18 Jahren sind kontinent-und kulturenübergreifend alle Frauen unfruchtbar. Theo (Clive Owen, Serie „Lisey’s Story“), einst Aktivist gegen die Regierung, nun ein müder Fatalist, der den grauen Beginn jedes weiteren Tages nur mit einem Schuss Schnaps in seinen Coffee to go erträgt, wird von seiner Ex-Frau (Julianne Moore auch Serie „Lisey’s Story) kontaktiert – er soll eine junge Emigrantin zur Küste und damit in Sicherheit bringen. Was Theo nicht weiß: Die junge Frau ist schwanger – und alle, ob Regime, Polizisten oder Terroristen, sind hinter der Heilsbringerin her …

Alfonso Cuarón (2013 sieben Oscars für „Gravity“) gelingt es virtuos, eine Erlösungsgeschichte mit einer glaubhaften Vision unserer Zukunft zu entwerfen, in der das Alles ein Jahrzehnt nach dem Kinostart 2006 zu vollem Ausbruch kam: Islamistischer Terror, das brutale Ende des Arabischen Frühlings mit dem Bürgerkrieg in Syrien, Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, Millionen von Flüchtlingen, die in Lagern und Gettos eingepfercht und zu Staatsfeinden erklärt werden, die Zivilbevölkerung als Geisel der Situation. Die Gewalt ist rau und realistisch, und Cuarón verstärkt die Unmittelbarkeit seiner Bilder noch mit langen, offenbar ungeschnittenen Sequenzen, in denen sich die Figuren durch die kriegerische, urbane Apokalypse bewegen. London verkommt zum kalten Moloch aus Beton, Stahl und schmutzigem Tageslicht, das sich in den Pfützen auf den zugemüllten Straßen widerspiegelt. Selbst das satte Grün des offenen Landes hat etwas Klaustrophobisches.

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