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Christian Jankowski: I was told go with the Flow

Eine Gruppe Männer ist als Jesus verkleidet.
Christian Jankowski, Casting Jesus, 2011

Er ging auf die Jagd nach Essen mit Pfeil und Bogen und castete Jesus: Der Videokünstler ist in einer großen Werkschau zu sehen.

Der Künstler Christian Jankowski feierte 1992 seinen Durchbruch in der Kunstwelt, als er 1992 schon als Student mit Pfeil und Bogen im Supermarkt auf die Jagd ging nach Lebensmitteln. Die Kunsthalle Tübingen stellt noch bis 30. Oktober Jankowskis Videos, Fotografien, Skulpturen und seine Malerei in einer Werkschau vor. „I was told to go with the Flow“ bietet auch Christian Jankowskis Clou, als er 2011 Vatikanvertreter dazu brachte, in einer Castingshow den besten Jesus zu küren.

Christian Jankowski, 1968 in Göttingen geboren, ist einer der einflussreichsten Aktions- und Konzeptkünstlern seiner Generation, der mit Performances und Aktionen und seiner systemischen und gesellschaftsbezogenen Kunstpraxis bei Publikum und Kunstkritikern punktet. Prägende Einflüsse waren Künstler wie Franz Erhard Walther, Stanley Brouwn,  Martin Kippenberger und Werner Büttner.

Religion, Politik und die Unterhaltungsindustrie sind Themen, auf die Jankowski mi seiner Kunst abzielt, und er verwendet dabei bestehende mediale Formaten und ihre Produktionsabläufe, um Routinen der jeweiligen Profession vor Augen zu führen. Auf diese Weise schaffte er es, TV-Prediger, Politiker oder Wahrsagerinnen in freiwillige und unfreiwillige Kollaborationen zu verwickeln, siehe die Castingshow für den besten Jesus.

Die Ausstellung „I was told to go with the Flow“ stellt in der Kunsthalle Tübingen das Œuvre von Christian Jankowski in den Mittelpunkt: Filme, Fotografie, Skulpturen und Malerei. Wir sollen hier unsere Lebenswelt, Geschichte, Medien und die Kunst mit neuen Augen betrachten.

Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog „Travelling Artist“, der Werke Jankowskis von 2014 bis 2022 enthält.

Ein Mann mit Jacke giucktin die Kamera.
Christian Jankowski Foto: Jörg Reichardt

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