Clams Casino: Moon Trip Radio
Mit „Moon Trip Radio“ ist Clans Casino näher am Trip- als am HipHop, und so ist das Album eher sanft rhythmisierte Atmosphärenmusik, die sogar mit Field Recordings und ambientartigen Passagen arbeitet.

Michael Volpe alias Clams Casino hat als Produzent von Rappern wie A$AP Rocky, Vince Staples oder Lil B entscheidend dazu beigetragen, wie amerikanischer HipHop sich im vergangenen Jahrzehnt entwickelt hat. Doch auch wenn Volpe immer wieder in Verbindung mit Trap oder Cloudrap genannt wird, hat er sich in seinem eigenen Œuvre – insbesondere der bis dato vierteiligen „Instrumentals“-Serie – immer mehr davon wegbewegt; hört man etwa noch mal sein zutiefst berührendes „I’m God“ mit dem mittlerweile ikonischen Imogen-Heap-Sample, scheint ein Album wie „Moon Trip Radio“ schon von jeher in Clams Casino angelegt gewesen zu sein: Das ist näher am Trip- als am HipHop und eignet sich als allenfalls sanft rhythmisierte Atmosphärenmusik, die sogar mit Field Recordings und ambientartigen Passagen arbeitet, nicht mehr als Grundlage für Rapparts. Allerdings zu dem Preis, dass die Platte trotz manch schönem Track wie dem wärmend melancholischen „Healing“ ziemlich auf der Stelle tritt – und zu wenige Störer wagt, um nicht zu unverfänglichem Hintergrundrauschen zu werden. msb
Musik


Album Club: Herbstlicher Musiktalk über neue Alben

„Wie lange dauert es, bis ich bei mir ankomme?": Nieve Ella über ihr Debüt
Hörenswert

Stereo MC’s auf Celebrating 35 Years Of "Connected" Tour 2027
Ihren Hit „Connected“ gibt es endlich wieder live: Stereo MC’s gehen nächstes Jahr auf Celebrating 35 Years Of „Connected“ Tour.

Warum reden gerade alle über Tinashe?
Hot-Girl-Album mit Selbstzweifeln: Was „Popstar“ von Tinashe so besonders macht.

Brimheim wagt sich auf My Collection an Klavier und Kammerpop
Die färöisch-dänische Künstlerin Brimheim schlägt ein neues Kapitel auf. Im Video von Stine Emil verwandelt sich „My Collection“ in einen hypnotischen Kurzfilm.