„Dead of Winter – Eisige Stille“: Eine Frau im Kampfmodus
Barb will in einem See im nördlichen Minnesota die Asche ihres Mannes bestatten, doch dann muss sie in der Eiseskälte um ihr Leben kämpfen. Der Actionthriller „Dead of Winter – Eisige Stille“ mit Emma Thompson startet im Kino.
Dort, wo alles begann, soll es auch enden. Auf einem zugefrorenen See, in einer abgelegenen und menschenleeren Region im tiefsten Winter, will Barb ihrem verstorbenen Ehemann seinen letzten Wunsch erfüllen und seine Asche an der Stelle verstreuen, wo er ihr einst den Heiratsantrag gemacht hatte. Doch genau dort tun sich gerade ganz andere Dinge. Der Actionthriller „Dead of Winter – Eisige Stille“ kommt jetzt in die Kinos.
Mit ihrem alten Pickup kämpft sich Barb (Emma Thompson, „Kindeswohl“, „Down Cemetery Road“) entschlossen durch Schnee und Sturm bis zu ihrem Ziel. Doch die Abgeschiedenheit des nördlichen Minnesota hat auch andere Akteure angezogen. In einer abgelegenen Jagdhütte hält ein skrupelloses Entführerpaar (Judy Greer, „White House Plumbers“, und Marc Menchaca, „Companion – Die perfekte Begleitung“) eine junge Frau gefangen. Barb wird unfreiwillig Zeugin das Verbrechens und setzt alles daran, die Frau zu retten. Ohne Waffen und ständig in Gefahr, entdeckt zu werden, kämpft Barb nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen die tödliche Kälte an. Gespielt wird Barb von Emma Thompson, und man fragt sich unwillkürlich: Kann Emma Thompson eigentlich alles? Dass die britische Schauspielerin Drama, Komödie, Fantasy und Kostümfilm meisterhaft beherrscht, ist ja nun wirklich bekannt. In „Dead of Winter – Eisige Stille“ zeigt die mehrfache Gewinnern des Golden Globe und Oscarsiegerin aber auch, dass sie mit 66 Jahren ausgerechnet noch das Actiongenre in ihrem Repertoire unterbringt. Durchaus glaubwürdig und kämpferisch schlittert Thompson durch die manchmal etwas verworrene Story, die aber aufgrund des ungewöhnlichen Settings immer spannend bleibt.