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Steinig, aber schön: Der Weg zum eigenen Hörbuch

Bücherstapel mit Kopfhörern
Pixabay, Ri_Ya

Hast auch du schon dein eigenes Buch geschrieben? Seitdem einfaches und kostenloses Selfpublishing möglich ist, mehren sich die stolzen Autoren mit eigenen Werken, die ohne die Hilfe eines Verlags den Gipfel zum Erfolg erstürmen. Leider bleiben die meisten von ihnen am Fuß des Hügels hängen, weil die Verkaufszahlen eher mau ausfallen. Hochwertige Hörbücher haben im Vergleich zu E-Books deutlich bessere Chancen, dieser Markt ist noch nicht so voll.

Die Hörbuch-Shops haben

Ein Buch kann im Grunde jeder schreiben, ungeachtet der schlussendlichen Qualität. Per Amazon Selfpublishing oder BOD erfolgt die kostenlose oder zumindest preiswerte Veröffentlichung ganz auf eigene Faust. Wer jedoch ein Hörbuch produzieren und unter die Leute bringen möchten, muss deutlich mehr investieren. Die Hörbuch-Shops erwarten Profi-Qualität nicht nur bezüglich des Inhalts, sondern auch, was den Ton, den Sprecher und das Cover betrifft. Der Produzent oder die Produzentin muss hierfür deutlich in Vorleistung gehen, auch finanziell. Nur so gelingt es, den hohen Anforderungen zu entsprechen und einen neuen Markt für sich zu erobern. Einen Markt, der vielleicht den erhofften Durchbruch bringt.

Als Startkapitel dienen Mut und das nötige Kleingeld

Nur wer mutig ist und die Sache professionell anpackt, hat also echte Chancen auf dem Hörbuch-Markt. Doch was ist, wenn das nötige Kleingeld fehlt? In diesem Fall könnte sich ein begrenztes Darlehen lohnen, sozusagen als Investition ins neu entstehende Geschäft. Wichtig ist, Kreditsumme und Laufzeit so auszurichten, dass die geliehene Summe begleichbar bleibt, auch wenn das Hörbuch nicht den erhofften Gewinn einspielt. Mit LoanScouter haben schon viele kleine Start-ups ihr Geschäft in Schwung gebracht, die Plattform bietet einen praktischen Überblick über viele seriöse Kreditanbieter und ihre Konditionen. Mehr als 100.000 Kunden und Kundinnen aus 9 verschiedenen europäischen Ländern haben sich hier bereits angemeldet, die Macher hinter den Kulissen blicken mittlerweile auf 7 Jahre Erfahrung zurück. Die Anträge sind leicht ausgefüllt, das Geld fließt relativ schnell. Mit dem entsprechenden Polster kann es direkt weitergehen.

Wie finde ich den Sprecher / die Sprecherin für mein Buch?

Seien wir ehrlich: Die allermeisten Autoren schaffen es nicht, ihr eigenes Buch in echter Hörbuchqualität zu lesen. Ein Profi-Sprecher oder eine Sprecherin muss her, und der / die findet sich beispielsweise auf bodalgo.de, wo jeder, der möchte, eigene Sprecher-Castings erstellen kann. Die Preise sind relativ üppig, das lässt sich nicht leugnen. Dafür melden sich ausschließlich hochwertige, geübte Stimmen, die teilweise mit eigenem Tonstudio arbeiten, den Tontechniker also überflüssig machen. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, sich bei liberaudio anzumelden, einem offiziellen Hörbuch-Distributor, der eigene Sprecher für Produktionen bereithält. Dieser Anbieter hält auch Marketing-Optionen bereit und sorgt dafür, dass das fertige Hörbuch in die Shops von Audible und Co. gelangt. Dafür nimmt Liberaudio natürlich Gebühren, auch das sollte im Gesamtkonzept eingeplant sein.

Hohe Qualität ist oberstes Gebot auf dem Hörbuch-Sektor

Es ist absolut wichtig, bei der Hörbuch-Produktion auf sämtliche technische Anforderungen zu achten, auch wenn diese zunächst wie die sprichwörtlichen böhmischen Dörfer erscheinen. Vielleicht kennt sich der Sprecher oder Sprecherin damit aus, oder Liberaudio beziehungsweise ein anderer Distributor wie Feiyr oder Recordjet hilft weiter. Wer sich nicht sicher ist, zieht einen kompetenten Tontechniker hinzu und lässt dich die Audio-Dateien entsprechend ausrichten. Hörbuch-Konsumenten sind sehr verwöhnt, sie stören sich an jedem Rauschen, Schmatzen und Holpern. Deshalb sollte das alles auch den Autor und Selbstverleger stören und vollständig ausgeschlossen werden. Im letzten Schritt dreht sich alles um das hochwertige Cover, dessen Gestaltung ebenfalls in professionelle Hände gehört. Wer meint, als Laie mithilfe von Gimp oder Cover ein Hörbuch-Cover gestalten zu können, das wirklich zum Kauf anregt, irrt sich zumeist. Ein gelernter Medien-Designer ist hingegen mit sämtlichen optischen Feinheiten vertraut und trifft visuell viel eher den richtigen Ton.

Mischpult
Foto: Pixabay, pdimaria

Die Risikobereitschaft gehört dazu – und der Glaube an dich selbst

Es ist sehr empfehlenswert, dem Cover-Designer eine aussagekräftige Inhaltsangabe des Buchs zu liefern, ebenso wie eigene Bildideen und vielleicht einige bereits veröffentlichte Cover desselben Genres, die passend erscheinen. So kann sich der Designer besser orientieren und findet leichter den gewünschten Stil. Und dann wären da noch – wie immer! – die technischen Vorgaben zu beachten, die der jeweilige Hörbuch-Distributor festlegt. Das ist alles viel auf einmal, aber machbar, mit entsprechender Profi-Unterstützung und einer guten Dosis Risikobereitschaft. Nicht zu vergessen: mit viel Glauben an dich selbst – und an dein persönliches Können.

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