FILM

Die Getriebenen: Politdrama in der ARD-Mediathek und dann im Ersten

Das Sachbuch „Die Getriebenen“ des Welt-Journalisten Robin Alexander wurde bereits vor zwei Jahren wegen der spürbaren Wut des Autors auf Kanzlerin Angela Merkel kritisiert. Jetzt zeigt die ARD die Verfilmung der Ereignisse um die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015, und auch der Film wird stark in die Kritik geraten. Zwar kommt die Kanzlerin besser weg als im Buch, dafür geraten vor allem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer – nur untätig in seinem Ferienhaus oder manchmal in der Staatskanzlei inszeniert – und der ekelhaft-intrigant gezeichnete Markus Söder ins Zentrum des Politiker-Bashings. In seiner Ideologie fragwürdig ist der Hauptvorwurf des Films wie des Buchs: dass in der Politik anlässlich einer humanitären Katastrophe nur Umfragewerte und Karriereambitionen eine Rolle spielen. Politik ist genau dieses Haifischbecken – aber nur AfD-Politiker kriegen nachts feuchte Träume von dessen rigoroser Säuberung. Das Politdrama kann bereits ab dem 8. April in der ARD-Mediathek gestreamt werden, am 15. April wird „Die Getriebenen“ um 20.15 in der ARD ausgestrahlt. jw

ab 8. 4., ARD-Mediathek
15. 4., 20.15 Uhr, ARD

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