URBANE KULTUR

Die Kunst des Fotografierens: Warum es für perfekte Bilder weit mehr braucht als eine gute Kamera

Fotografie

In anderen Worten: Die Technik spielt bei professioneller Fotografie zwar eine wichtige Rolle, sie ist aber nicht der einzige Aspekt, den es zu beachten gilt. Auch die Fotografie entwickelt sich ständig weiter und unterliegt dem Zeitgeist. Gute Fotografen berücksichtigen das und lassen es in ihre Fotos einfließen.

Bewerbungsfoto gestern und heute

Bis vor wenigen Jahren war das Bewerbungsfoto für die meisten Bewerber eine lästige Zusatzaufgabe. Vor der Digitalisierung wurden die meisten Bewerbungen postalisch verschickt und einfach ein aktuelles Passbild des Bewerbers mit einer Büroklammer hinzugefügt. Diese Methode wurde zunächst auch im digitalen Zeitalter übernommen. Das Passfoto wurde einfach eingescannt und auf der Bewerbung platziert.

Wer allerdings heutzutage bei einer Bewerbung so vorgeht, kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass seine Unterlagen auf dem großen „Nein-Stapel“ landen werden. Aus diesem Grund greifen viele Bewerber zu ihrem Smartphone und durchsuchen ihre Galerie nach einem passenden Foto. Falls keines dabei ist, nehmen sie einfach ein Selfie auf und fügen es der Bewerbung bei. Doch das ist ebenfalls keine gute Idee.

Der Anspruch an ein professionelle Bewerbungsfoto hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Das Fotostudio – All Eyes On You in München ist unter anderem darauf spezialisiert, hochwertige Bilder für Bewerbungen zu produzieren: In Zeiten der Selbstvermarktung wissen die Fotografen ganz genau, welche Faktoren für ein zeitgemäßes und modernes Foto erforderlich sind. Um ein durchgängiges Design zu gewährleisten, sehen sie sich im Vorfeld die Bewerbungsunterlagen an und kreieren ein maßgeschneidertes Foto, das sich in das entsprechende Layout perfekt einfügt.

Auch wenn es zunächst nicht den Anschein hat. Die Anfertigung eines guten Bewerbungsfotos hat einen hohen künstlerischen Aspekt. Das Ziel dabei ist es, den Bewerber auf positive Weise authentisch darzustellen und dessen individuelle Vorzüge zu betonen. Dazu nimmt sich ein guter Fotograf viel Zeit.

Was macht ein gutes Foto aus?

Für gute Bilder wird einerseits technisches Know-how benötigt, um den Bildern die richtige Schärfe und den richtigen Kontrast zu geben. Daneben sind aber vor allem Talent und ein gutes Auge erforderlich.

Der professionelle Umgang mit der Kamera bildet die Basis für einen guten Fotografen. Bei einem technisch guten Bild ist die Schärfe auf das zentrale Motiv fokussiert. Das Wissen um Blendenöffnung und Bewegungsschärfe ist hier unumgänglich.

Um ein Bild im richtigen Licht erscheinen zu lassen, ist auch das richtige Timing für Bilder entscheidend. Die Farbtemperatur ändert sich im Tagesverlauf. Deshalb muss gerade bei Bildern im Freien der Auslöser genau zum richtigen Tageszeitpunkt bei den richtigen Verhältnissen betätigt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Bildaufbau. Entscheidendes Erfolgskriterium ist hier die Anordnung der Elemente. Viele professionelle Fotografen arbeiten mit der Drittelregel und unterteilen das Bild sowohl horizontal als auch vertikal in drei Linien. Doch nicht nur die Anordnung, auch die Perspektive spielt eine Rolle.

Neben diesem Wissen ist vor allem der fotografische Blick entscheidend. Manche Fotografen bringen diesen als Naturtalent mit, doch er lässt sich durch gezieltes Training auch erlernen. Der größte Fehler von Anfängern und Hobbyfotografen ist es, die Aufnahmen in einer Totale zu entstellen, damit auf dem Bild auch wirklich alles enthalten ist. Bessere Fotos werden durch den gezielten Einsatz von Schärfentiefe und die Konzentration auf Details erzeugt.

Schließlich gehört auch die professionelle Nachbearbeitung zu einem perfekten Foto. Künstlerische Fotografen wie beispielsweise Thomas Ruff treiben es hier auf die Spitze und machen die digitale Bildkomprimierung absichtlich auf den Fotos sichtbar, um den Blick auf das zentrale Motiv noch zu verstärken. Für Hobbyfotografen gilt hier jedoch der Grundsatz „Weniger ist mehr“.

Durch die Abdunklung bestimmter Bildbereiche oder den gezielten Einsatz von Unschärfe kann der Fokus des Bildes noch verändert beziehungsweise stärker herausgehoben werden. Farben können geringfügig korrigiert werden. Der übermäßige Einsatz von fertigen Filtern ist hingegen weniger empfehlenswert.