Die Patin von Maine von Ron Currie
Die Patin von Maine von Ron Currie ist eine rasante Actiongeschichte voller Drogen, Morde, Familie und der Solidarität unter Frauen.

„Die Patin von Maine“ von Ron Currie ist unser Krimitipp der Woche.
Eine Vierzehnjährige hilft im Laden ihres Onkels aus und erträgt es nicht, wie er vor einem korrupten Cop katzbuckelt. Also übernimmt sie es mit ihrem frechen Mundwerk, ihn an eine unbezahlte Monatsrechnung zu erinnern. Was sogleich Curries Vorliebe für rebellische Charaktere untermauert und eine alte Frau mit einem Rollator den Laden betreten lässt, sodass der Cop davon ablässt, die Kleine an sich zu reißen. Die Geburt der Patin von Maine ist besiegelt. Bei einem späteren Vergewaltigungsversuch beendet sie dessen Leben, indem sie ihn absticht.
Dann wäre da noch eine Ausbildung zur Friseurin. Nur der:die Beste kann bestehen. Die Abschlussprüfung besteht darin, den Ausbilder zu rasieren. Der hat dafür vorgesorgt, dass jede:r scheitern muss, weil jemand zur rechten Zeit hustet und den Prüfling erschreckt. Diesmal sitzt der Schnitt leider an der falschen Stelle und trifft die Halsschlagader. Das könnte tragisch sein. Doch Currie verwandelt den Moment in die Geburt eines Killers. Der Unglücklichen gefällt es nämlich, Menschen sterben zu sehen. So ist „Die Patin von Maine“ eine rasante Actiongeschichte voller Drogen, Morde, Familie und der Solidarität unter Frauen. Babs Dionne ist jedoch keineswegs ein Toni-Soprano-Abklatsch. Sie braucht keine Seelenklempnerin wie er. Sie ist fest davon überzeugt, dass man sich nichts im Leben gefallen lassen muss.
Wer sich für „Die Patin von Maine“ interessiert, sollte auch unsere Besprechung zu „Das Krähenzimmer“ von Carolin Frey lesen
Literatur


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