- Review
Dilly Dally: Heaven
Sogar der Miesmacher unserer Runde findet auf „Heaven“ von Dilly Dally einen Hit.
Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Siegfried Bendix, Carsten Schrader und Mitja Steffens von der kulturnews. Und als Gast: Rebecca Raddatz, die seit vielen Jahren in der Hamburger Musikszene arbeitet und als Teil des Teams von pariripar im Oktober ein spannendes neues Festival für experimentelle Musik und Kunst in Hamburg auf die Beine stellt (papiripar.com).
Rebecca: Schade, leider mehr Hole drin als erwartet. Es fehlen Ohrwürmer wie „Desire“ oder „Alexander“, das mantraartige „Believe“ ist aber eine grossartige Ballade, die fast ohne Gitarrengegniedel auskommt. Stellenweise erinnern Dilly Dally an Kittie – was ja nicht die schlechteste Referenz ist.
Siegfried: Ja, Hole stecken drin, aber mit mehr Pop und weniger 90s-Alternative-Ranz. Überraschenderweise meine Schönheit dieser Chatrunde, auch wenn ich mich oft zwingen muss, über „I feel free“ hinauszukommen – nicht aber, weil der Rest des Albums schlecht wäre, sondern weil der frenetisch-melancholische Opener so ein Überhit ist. Sicher wird mich „Heaven“ nicht auf ewig begleiten, für den Rest dieses Sommers aber ganz bestimmt.
Carsten: Werde jederzeit zu ihren Konzerten gehen, „I feel free“ ist in der Tat ein Hit – aber zum Durchhören passiert mir auf dem Album zu wenig, was über den Rückbezug auf die besseren 90er hinausweist. Aber vielleicht macht Kollegin Verena ja ihren Plan wahr und steigt demnächst bei der kanadischen Band ein.
Mitja: Soso, ihr feiert Dilly Dally, ich Das Paradies. Wenn diese klassische Indiepunkplatte eh schon so viele Abnehmer findet, muss ich mich ja nicht dazuzählen.
Musik


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