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Doku-Tipp: „Auslaufmodell Supermarkt?“

Auslaufmodell Supermarkt
Bild: STP PRODUCTIONS

Den klassischen Tante-Emma-Laden haben sie schon vor Ewigkeiten fast vollkommen verdrängt. So fremd sie am Anfang mal erschienen sind, so unausweichlich scheinen sie heute: Supermärkte sind in großen Teilen der Welt der Standard beim Lebensmittelkauf. Doch der Erfolg, der jahrzehntelang unanfechtbar war, hat in jüngster Zeit Risse bekommen. Längst befinden sich die Supermarktketten in der Krise. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der letzte von ihnen für immer seine Türen schließt?

Ein Grund für die Krise ist die Konkurrenz der großen Ketten untereinander. In den USA kämpfen Walmart und Target erbarmungslos gegeneinander. Seit ein paar Jahren gibt es allerdings einen gemeinsamen Feind. Die Rede ist von digitalen Großkonzernen wie Amazon oder dem chinesischen Giganten Alibaba. Sie haben die Art, wie wir einkaufen, für immer verändert. Und zunehmend nehmen sie auch Einfluss auf den Lebensmittelmarkt. So errichtet Amazon eigene Filialen in den USA. In die Fresh-Shops muss man zwar (noch) persönlich gehen. Doch das Check-out ist schon jetzt komplett automatisiert: Kund:innen müssen an keine Kasse mehr, ihr Einkauf wird beim Verlassen der Filiale gescannt und automatisch berechnet.

Und in China geht Alibaba sogar noch weiter. Der Konzern hat eigene Farmen, auf denen mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete Maschinen die Ernte vornehmen. So werden Menschen immer weiter an den Rand gedrängt. Der Konkurrenzkampf zwischen den Supermärkten trifft sie damit auch am härtesten: Bauernhöfe und Betriebe leiden unter Preisdumping, Outsourcing und Automatisierung. Um das geltende Recht, etwa EU-Richtlinien, scheren sich die Ketten dabei oft nur peripher …

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