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Doku-Tipp: „Böden im Burnout – wie Chemie Bienen und Äcker bedroht“

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Foto: ZDF/Berndt Welz

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler*innen vor einer Landwirtschaft, die sich zu stark auf Chemie verlässt. Doch trotz Biobauernhöfen und Klimakrise wird der deutsche Agrarsektor nach wie vor von künstlichen Düngern und chemischen Pestiziden dominiert. Die destruktiven Auswirkungen dieses Ansatzes zeigt die Dokumentation „Böden im Burnout – wie Chemie Bienen und Äcker bedroht“ auf.

In Deutschland gibt es etwa 1 000 zugelassene Pflanzenschutzmittel. Sie töten Schädlinge, Unkraut und Pilze; jährlich setzen Landwirt*innen 90 000 Tonnen davon ein. Viele der Mittel greifen auch den Acker und die Umwelt an. Insbesondere sogenannte Neonicotinoide, starke Nervengifte, die als Pestizide eingesetzt werden, stehen in der Kritik. Sie sollen maßgeblich für das Bienensterben verantwortlich sein, das in letzter Zeit immer deutlicher wird. Erst vor kurzem, im Jahr 2021, hat man sie verboten – in Deutschland. Doch im Rest von Europa werden Neonicotinoide nach wie vor eingesetzt. Und auch hier gibt es bereits andere Stoffe, die ähnlich wirken, aber lange nicht so gut erforscht sind.

Regisseur Berndt Welz zeigt die Schwachstellen der deutschen Agrarpolitik auf und zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft. Erst im Oktober letztes Jahres gab es eine Reform der Landwirtschaftspolitik auf europäischer Ebene – ob das neu verhandelte Geld jedoch zum Umweltschutz eingesetzt werden wird, bleibt fraglich.

„Böden im Burnout – wie Chemie Bienen und Äcker bedroht“ läuft am 8. April auf 3sat. Außerdem ist der Film in der Mediathek verfügbar.

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