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Doku-Tipp: „Mensch Gorbatschow!“

Mensch Gorbatschow
Foto: ZDF/Rudi Kirschen

Am 2. März wird Michail Gorbatschow 90 Jahre alt. Selten hat ein einzelner Mensch die Zeitgeschichte so stark beeinflusst wie er. Als letzter Präsident der Sowjetunion hat er sein Land geöffnet. Seine Verhandlungen mit den USA waren maßgeblicher Grund für das Ende des Kalten Krieges. Auch die deutsche Wiedervereinigung hat Gorbatschow durch seine Politik ermöglicht – und zuletzt das Ende der Sowjetunion überhaupt. Dabei war das nie seine Absicht gewesen.

Die neue Dokumentation „Mensch Gorbatschow!“ nimmt den Politiker unter die Lupe und will dabei vor allem seine menschliche Seite beleuchten. Zu Wort kommen unter anderem der Moderator Günther Jauch, Scorpions-Sänger Klaus Meine und der Musiker Stas Namin, ein privater Freund von Gorbatschow. Sie alle berichten von Begegnungen und Unterhaltungen mit dem Staatsmann.

Dabei zeichnet sich ein Bild ab, das um einiges komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag. So ist Gorbatschow zwar im Ausland nach wie vor sehr beliebt, in seiner Heimat aber deutlich umstrittener. Auch privat hat er viele Rückschläge einstecken müssen. So ist bereits 1999 Gorbatschows Frau Raissa verstorben. Zu Namin hat er einmal gesagt: „Ich will leben, bis ich 90 bin. Länger will ich nicht leben. Ohne Raissa habe ich hier auf dieser Erde nichts mehr zu tun.“

„Mensch Gorbatschow“ läuft am 23. Februar um 20.15 im ZDF. Bis zum 24. Februar 2022 ist der Film außerdem in der Mediathek verfügbar.

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