Duisburger Filmwoche: Raum für Austausch und Verständigung
Die ist die Jahreszeit der Dokumentarfilmfestivals: Die Duisburger Filmwoche feiert jetzt ihr 50. Jubiläum und will wie immer auch viel reden.

Direkt nach DOK Leipzig startet zum 50. Jubiläum ein weiteres renommiertes Festival des dokumentarischen Films, die Duisburger Filmwoche. Und genau wie in Leipzig so steht in Duisburg seit 1977 nicht nur der Film, sondern genauso das Sprechen über den Film im Vordergrund. Das Festival, das dieses Jahr vom 2. bis 11. November stattfindet, schafft „Raum für Austausch und Verständigung, darüber, was die dokumentarischen Bilder zeigen und darüber, wie sie gemacht sind“.
Dazu schließen an jede Vorführung Filmgespräche an, die dann sogar als Protokolle im festivaleigenen Online-Archiv Protokult landen, zum Nachlesen für alle Beteiligten und Neugierigen.
Die Duisburger Filmwoche interessiert sich für den künstlerischen Dokumentarfilm, der die Grenzen der Gattung und etablierte Formate hinterfragt. Gezeigt werden herausragende Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die soziale und politischer Relevanz besitzen und ästhetisch überzeugen.
Das Programm reagiere auch auf eine Gegenwart, in der Wirklichkeit längst selbst Bilder produziert: Militär und Unternehmen betreiben Öffentlichkeitsarbeit, soziale Medien versprechen unmittelbare Teilhabe, Propaganda und dokumentarische
Aufnahmen zirkulieren auf denselben Bildschirmen, so sie Festivalmacher.
Zu sehen sind Filme von Dokumentarfilm-Ikone Volker Koepp, Heidrun Holzfeind, Marie Wilke oder Peter
Badel und Chris Wright. Alle eingereichten Filme gehen ins Rennen um die Preise: den Arte-Dokumentarfilmpreis, den 3sat-Dokumentarfilmpreis, den „Carte blanche“-Nachwuchspreis des Landes NRW, den Andocken-Preis für dokumentarische Perspektiven der Film- und Medienstiftung NRW sowie den Publikumspreis der Rheinischen Post.
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