„Dust Bunny“ mit Mads Mikkelsen als Monsterjäger
Bryan Fullers Spielfilmdebüt „Dust Bunny“ protzt: Mads Mikkelsen und Sigourney Weaver dürfen die kleine Aurora vor Monstern schützen. Der Fantasyhorrorfilm läuft jetzt im Kino.
Die Staubflocken im Kinderzimmer verwirbeln zu Wollmäusen – und schwupps sitzt ein aus Flusen geformter Hase unterm Bett und wackelt mit den Ohren. Mit dieser cartoonartig animierten Sequenz beginnt das Spielfilmdebüt „Dust Bunny“ des als Serienmacher bekannt gewordenen Regisseurs Bryan Fuller („Pushing Daisies“ und „Hannibal“). „Dust Bunny“ läuft ab sofort im Kino.
Mag dieser titelgebende Dusty Bunny auch noch so niedlich sein, die zehnjährige Aurora (Sophie Sloan) ist sich sicher, dass ein Monster unter ihrem Bett haust und alle fressen wird, die den Boden berühren. Was wie ein fantasievoller, kindgerechter Film über kindliche Ängste beginnt, geht mit einer Martial-Art-Kampfsequenz im nächtlichen Chinatown weiter. Da kämpft Auroras mysteriöser Nachbar (Mads Mikkelsen, „Therapie für Wikinger“) erst gegen einen Drachen aus Stoff und Pappmaché, dann gegen eine Horde schwerbewaffneter Männer. Die kleine Aurora engagiert den namenlosen Mann von gegenüber, um das Monster zu besiegen, das mittlerweile ihre Eltern gefressen hat. Denn ja, es scheint, als hause tatsächlich ein plüschiges Riesenvieh mit riesigen Zähnen und mörderischem Hunger in Auroras weitläufiger New Yorker Wohnung. „Dusty Bunny“ ist ein stilistisch wilder Mix. Horror, parabelhafter Kinderfilm, Actionmovie – Fuller sitzt mit seinem Film zwischen vielen Stühlen und findet deshalb auch keinen eigenen Ton. Hinzu kommt, dass die Figuren und ihre Beweggründe – bald jagen auch FBI-Beamte und Sigourney Weaver („Call Jane“, „Alien“-Reihe) als schusswaffenerfahrene Nachbarin das Monster – recht blass gezeichnet sind. So bleiben vor allem das farbenprächtige Setting und manch psychedelisch anmutende Szenen in Erinnerung.