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Eine kleine Münzkunde für Anfänger

Eine Vielzahl an gleichaussehenden Goldmünzen die über- und nebeneinander liegen.

Wer Münzen besaß, galt als reich. An diesem Bild orientieren sich heute noch Sammler von Münzen und Anleger, die auf Wertsteigerung setzen. Auch die Wissenschaft interessiert sich für Münzen, erzählen sie doch spannende Geschichten über unsere Vorfahren, wie sie gehandelt und gelebt haben. Wer heute mit einer Münzsammlung beginnt, sollte sich aber von vornherein auf ein bestimmtes Sammelgebiet beschränken.

Die Wissenschaft von Münzen, Medaillen und Papiergeld

Numismatik nennt sich die Wissenschaft rund um Münzen, Medaillen und Papiergeld. Auch Hobbysammler bezeichnen sich als Numismatiker. Für den Sammler steht der Wert der Münze im Mittelpunkt, für den Wissenschaftler dagegen die geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergründe. Die Menge der Münzen, die sich im Umlauf befinden, ist riesig. Deshalb konzentrieren sich Sammler auf bestimmte Sammelgebiete wie beispielsweise nur deutsche Münzen, Gedenkprägungen, Goldmünzen, historische Münzen, antike Münzen oder auch Neuprägungen. Der Wert einer Münze bemisst sich dabei nicht nur nach dem Katalogpreis, sondern schlicht danach, wie sehr dem Sammler eine Münze gefällt und was er bereit ist, dafür auszugeben. Und genau dieser Aspekt macht das Münzsammeln auch für Anleger interessant.

Woran erkennt man den Wert einer Münze?

Ausschlaggebend für den Wert einer Münze ist in erster Linie ihre Echtheit. Münzen waren schon immer Gegenstand von Fälschungen, Nachprägungen und anderen Manipulationen. Sammelanfänger sollten sich deshalb vor dem Kauf einer seltenen Münze so viele Informationen wie möglich über die Münze einholen, um eventuelle Fälschungen zu erkennen. Dieses Risiko wird ausgeschaltet, wenn man grundsätzlich Münzen nur von renommierten Händlern bezieht. Ein weiteres Kriterium für die Wertermittlung ist der Zustand der Münze. Ist die Münze und das Motiv gut erhalten, weist sie Kratzer oder andere Schadstellen auf? Je besser erhalten eine Münze ist, umso höher ist der Wert. Deshalb sollte man Münzen auch von Anfang an in besonderen Schutzhüllen aufbewahren und sie so wenig wie möglich berühren.

Münzen als Geldanlage

Wer Münzen als Geldanlage sammeln möchte, sollte sich auf klassische Edelmetallmünzen konzentrieren. Ihr Wert bestimmt sich ausschließlich nach dem aktuellen Edelmetallwert. Sinnvoll ist es, mit dem Kauf auf einen Zeitpunkt zu warten, an dem der Edelmetallpreis niedrig ist. Münzen bringen keine Zinsen, deshalb ist die Anlage in Gold- und Silbermünzen grundsätzlich langfristig zu betrachten. Man sollte das Geld für die Anschaffung also nicht kurzfristig benötigen, damit Kursschwankungen aufgefangen werden können. Wer ein Vermögen aufbauen möchte, sollte nur zehn Prozent des Vermögens in Münzen anlegen, das empfehlen Experten.

Sehr beliebt bei Sammlern sind historische Münzen, entsprechend hoch im Preis werden sie auch gehandelt. Die wertvollste Münze der Welt ist derzeit der Liberty-Dollar von 1794. Sein Wert wird mit 7.850.000 US-Dollar beziffert. Nicht so wertvoll, aber bestimmt eher zu bekommen sind D-Mark- und Pfennig-Münzen. Von dem 2-Pfennig-Stück aus den Jahren 1968/1969 wurden aus reinem Kupfer nur 500 Stück geprägt. Der Katalogpreis für diese Münze bewegt sich zwischen 2.500 und 5.000 Euro, Tendenz weiter steigend. Also schnell mal nachschauen, ob sich irgendwo noch Münzen aus D-Mark-Zeiten verstecken und diese dann gut aufbewahren!

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