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Elias Hirschl stellt neuen Roman vor

Portraitfoto Elias Hirschl, der mit seinem neuen Roman „Schleifen“ auf Lesereise geht
(Foto: Petra Weixelbraun)

In „Schleifen“ stellt Elias Hirschl mit dem Mathematiker Otto Mandl und der Sprachwissenschaftlerin Franziska Denk ein fiktionales Paar vor, das nach der perfekten Sprache sucht.

Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In Otto Mandl, einem genialen Mathematiker, findet die junge Franziska ihren Seelenverwandten. Sie lernt, sich mit Wörtern aus toten Sprachen gegen ihr Leiden zu immunisieren. Die beiden entwickeln eine absolute Sprachbesessenheit und forschen fortan und bis an alle denkbaren Grenzen gemeinsam nach der perfekten Sprache. „Schleifen“ ist ein großer, ein kluger Roman über die Macht und den Einfluss von Sprache auf unser Leben. Immer wieder stellt sich bei Elias Hirschl das schier Unglaubliche als wahr heraus – und der Rest ist extrem gut erfunden.

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren. Er ist Autor, Musiker, Slam Poet und schreibt für Theater und Radio. 2020 erhielt er den Reinhard-Priessnitz-Preis und 2022 den Publikumspreis beim Bachmannpreis. Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane „Salonfähig“ (2021) und „Content“ (2024). Elias Hirschl lebt in Wien.

„In Schleifen geht es darum, was alles gesagt und nicht gesagt werden kann, was überhaupt in Worte zu fassen ist und wo die Sprache an ihre Grenzen stößt“, sagt Elias Hirschl. „Wie man die Realität, die Gegenwart und die Vergangenheit durch Sprache beschreiben kann, aber auch umformen, verzerren, verfälschen oder gänzlich auslöschen. Einerseits in Bezug auf wissenschaftliche Forschung, die ihre Annahmen über die Welt letzten Endes immer in Sprache gießen muss, was zu absurden Situationen führen kann, etwa, wenn einem in der Teilchenphysik einfach keine Wörter, keine Vergleiche und Metaphern mehr für die allerkleinsten Dinge einfallen, weil sie so viel winziger, bizarrer und andersartiger sind als unsere Alltagsgegenstände, dass wir einfach keine Möglichkeit mehr haben, uns auch nur irgendwie sprachlich an sie anzunähern. Es geht aber auch darum, wie Sprache als Gewalt eingesetzt werden kann. Um schmerzhafte Kategorisierungen, strickte, verletzende Definitionen, um das Umdeuten und Vereinnahmen von Begriffen, bis sie in ihr eigenes Gegenteil verkehrt wurden. Alles ist Sprache, und Sprache ist verwirrend, unpraktisch, großartig und grausam.“

Elias Hirschl geht mit seinem neuen Roman „Schleifen“ auf Lesereise

9. 2. Berlin, Literaturhaus

25. 2. München, Rauch & König Buchladen

26. 2. Frankfurt, Hessisches Literaturforum im Mousonturm

19. 3. Leipzig, Buchmesse

Wer sich für die Veranstaltungen mit Elias Hirschl interessiert, sollte sich auch das Programm der HAM.LIT 2026 ansehen

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