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Enno Bunger

Neuerfindung als Indietroniker: Enno Bunger aus Hamburg.

Wer meinte, Enno Bunger nach seinen ersten beiden Alben eindeutig verorten zu können, dem verlangt der Wahlhamburger mit „Flüssiges Glück“ eine Neueinschätzung ab. Sein neues Album ließ der gebürtige Ostfriese von Tobias Siebert produzieren, der nicht zuletzt mit seinem Projekt And The Golden Choir sein Talent für minutiös ausgearbeitete Klangästhetik bewiesen hat.

Das Ergebnis überrascht dennoch – und zwar mit Elektronik. Wiegten sich Bungers Songs einst sanft zwischen Indiefolk und Songwriterstilistik, sind sie nun wiederholt mit digitalen Schlieren veredelt, von Impulsen durchzuckt – ein Song mündet gar in einen unbescheidenen Clubbeat. Diese Neuausrichtung findet findet auch inhaltlich statt, denn Bungers deutschsprachige Texte behandeln auf ungeahnt schroffe Weise gesellschaftsrelevante Themen wie Rassismus und richten den Blick zugleich auf privates Glück.

Sprechgesang und Prosa, zynische Zeilen und harte Wahrheiten: Enno Bunger konfrontiert sich und uns auch mit unbequemen Wahrheiten, und das so vielfältig wie nie zuvor. Eine künstlerische Weiterentwicklung, die nicht nur ambitioniert, sondern auch bemerkenswert gut gelungen ist.

13. 11. Bremen
14. 11. Köln
16. 11. Frankfurt
17. 11. Stuttgart
19. 11. Freiburg im Breisgau
20. 11. München
23. 11. Nürnber
24. 11. Berlin
25. 11. Leipzig
26. 11. Dresden
27. 11. Hannover
28. 11. Hamburg

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