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Gewinner:innen der Berlinale 2022: Bären vergeben – zwei Dramen räumen ab

„Rabiye Kurnaz gegen George W.“ mit Meltem Kaplan auf der Berlinale mehrfach ausgezeichnet.
Das Guantánamo-Drama „Rabiye Kurnaz gegen George W.“ mit Meltem Kaplan wurde auf der Berlinale mehrfach ausgezeichnet.Foto: © Piero Chiussi / Berlinale 2022
  • Die Gewinner:innen der Berlinale 2022 stehen fest.
  • Das Drama „Alcarràs“ von Regisseurin Carla Simon hat den Goldenen Bären in der Kategorie „Bester Film“ erhalten.
  • „Rabiye Kurnaz gegen George W.“ mit Schauspielerin Meltem Kaptan wurde mehrfach ausgezeichnet.
  • Auch abgeräumt haben neben anderen die Regisseur:innen Claire Denis und Natalia López Gallardo sowie Regisseur Hong Sangsoo.

Drama „Alcarràs“ erhielt begehrteste Auszeichnung

Das Rennen um den Hauptpreis des Festivals gewann in diesem Jahr ein Film aus Spanien. Das Drama „Alcarràs“ der spanischen Regisseurin Carla Simón ist auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet worden.

Der berührende Film erzählt vom Alltagsleben einer Familie, die eine Pfirsichplantage betreibt und aufgrund der Konfrontation mit einem profitliebenden Investor in Existenznöte gerät.

Der Goldene Bär für den Besten Film geht an Carla Simón für „Alcarràs“, zu sehen sind Produzentin María Zamora und Regisseurin Carla Simón.
Der Goldene Bär für den Besten Film geht an Carla Simón für „Alcarràs“, zu sehen sind Produzentin María Zamora und Regisseurin Carla Simón. Foto: Foto: © Alexander Janetzko / Berlinale 2022

„Rabiye Kurnaz gegen George W.“ mit Meltem Kaptan mehrfach ausgezeichnet

Die deutsch-türkische Schauspielerin Meltem Kaptan wurde für ihre Hauptrolle in der ARD-Koproduktion „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ mit Silbernen Bären geehrt. In dem Drama spielte sie die Mutter des Ex-Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz. Auch die Drehbuchautorin des Films, Laila Stieler, wurde mit einem Silbernen Bären geehrt.

Regisseur Hong Sangsoo erhielt „Großen Preis der Jury“

Der Große Preis der Jury ging an den südkoreanischen Regisserus Hong Sangsoo für „The Novelist’s Film“. Der Schwarzweißfilm handelt von einer Schriftstellerin, die verschiedenen Menschen begegnet und selbst auch einen Film drehen möchte. Die Geschichte spielt während einer Pandemie.

Der Silberner Bär für den Großer Preis der Jury 2022 geht an „The Novelist’s Film“ Regisseur Hong Sangsoo.
Der Silberner Bär für den Großer Preis der Jury 2022 geht an „The Novelist’s Film“ Regisseur Hong Sangsoo. Foto: Foto: © Alexander Janetzko / Berlinale 2022

„Preis der Jury“ für Regisseurin Natalia López Gallardo

Für ihren Spielfilm „Robe of Gems“ gewann Regisseurin Natalia López Gallardo den Preis der Jury. Das Drama dreht sich um das Leben dreier Frauen in Mexiko. Sie und ihre Familien geraten mit dem Drogengeschäft in Konflikt, wobei ihr Weg zur Erlösung von Tragödien und Gewalt überschattet wird.

Claire Denis gewann Silbernen Bären für die beste Regie

Die französische Filmemacherin Claire Denis erhielt ihre Auszeichnung für die beste Regie beim Film „Both Sides of the Blade“, in dem Juliette Binoche und Vincent Lindon mitgespielt haben. Der Film porträtiert eine Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, nach dem ihr Ex-Partner plötzlich wieder auftaucht.

Heiner-Carow-Preis, Goldener Ehrenbär und weitere Gewinner der Berlinale 2022

Der „Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst“ wurde auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr erhielt ihn Kameramann Rafael Starman. Mit dem „Goldenen Ehrenbären“ wurde die französische Film- und Theaterschauspielerin Isabelle Huppert bereits im Vorfeld der Filmfestspiele ausgezeichnet. Ihr ist ebenfalls die „Hommage“ gewidmet.

Auf dem Filmfestival sorgte der Dokumentarfilm „Eine deutsche Partei“ über den Aufstieg und das Innenleben der AfD bereits vor seiner Premiere Gesprächsstoff, erhielt aber keine Auszeichnung.

Weitere Auszeichnungen gingen an…

  • Silberner Bär für die „Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle“: Laura Basuki in „Nana“ von Kamila Andini
  • Silberner Bär für eine „Herausragende Künstlerische Leistung“: Rithy Panh und Sarit Mang für „Everything will be ok“ von Rithy Pan
  • Encounters-Preis für den „Besten Film“: „Mutzenbacher“ von Ruth Beckermann
  • Encounters-Preis für die „Beste Regie“: „Unrueh (Unrest)“ von Cyril Schäublin
  • Encounters-Spezialpreis der Jury: „See You Friday, Robinson“ von Mitra Farahani
  • Berlinale „Dokumentarfilmpreis“: „Myanmar Diaries“ von The Myanmar Film Collective
  • GWFF Preis „Bester Erstlingsfilm“: „Sonne“ von Kurdwin Ayub
  • Goldener Bär für den „Besten Kurzfilm“: „Trap“ von Anastasia Veber
  • Silberner Bär „Preis der Jury (Kurzfilm)“: „Sunday Morning“ von Bruno Ribeiro

Doch auch nach den Preisverleihungen ist das Filmspektakel in Berlin noch nicht ganz vorbei: Bis Sonntag wird die Berlinale mit den Publikumstagen fortgesetzt.

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