GoGo Penguin – Man made Object
Gibt es wirklich Jazz, der nicht nervt?
Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Philipp Kressmann und Mitja Steffens von der kulturnews. Und ein Gast: Deniz Jaspersen, Sänger und Gitarrist der Hamburger Band Herrenmagazin.
Deniz: Da ich mich mit Jazz nicht auskenne, habe ich mir angewöhnt, nur noch zwischen zwei Kategorien zu unterscheiden: Jazz, der nervt und Jazz, der nicht nervt. GoGo Penguin nerven überhaupt nicht! Facettenreiche Arrangements, denen man gut folgen kann, mit viel Dramatik und Pathos.
Carsten: Die Kategorien übernehme ich mal von dir, Deniz – wobei ich die mit dem nicht nervenden Jazz erst mit „Man made Object“ eröffne. Was vielleicht ein bisschen geschummelt ist, denn das Trio aus Manchester komponiert zunächst elektronische Songs und lässt sich dabei von Four Tet inspirieren. Erst als zweiten Schritt transformieren sie die Stücke dann in die akustische Jazzwelt. Egal: Ich habe jetzt eine Platte im Schrank, die auf Blue Note erschienen ist.
Philipp: Die ich mir wohl noch kaufen werde! Denn das ist das Beste, was ich seit langem an akustischer Electronika gehört habe. Und neben Jazz höre ich da tatsächlich elektronische Konturen raus: mal Dub, dann wieder Techno. Spannend!
Mitja: Man darf das Album eigentlich nicht am Stück durchhören, weil einfach jeder Song ganz besondere Momente verdient. Lieber immer zwei, drei Songs auf Repeat. Lohnt sich! Jahresbestenlistenplatz gesichert und schon wieder Mercury-Prize-verdächtig.
Musik


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Hörenswert

- Review
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