FILM

Golden Globes: Joaquin Phoenix warnt in Rede vor Klimawandel

Nicht nur in seiner Rolle als Joker gibt Joaquin Phoenix den manchmal etwas griesgrämig und latent verwirrt wirkenden Außenseiter. Schon lange hat der Schauspieler den Ruf als Hollywood-Rebell weg: In Interviews bricht er gerne mal mit dem Bild des glamourösen Filmstars, äußert sich, wenn überhaupt, eher skeptisch über das Leben im Rampenlicht und wirkt generell eher nervös und unsicher als souverän und professionell. So ist es kaum eine Überraschung, dass auch die Dankesrede des Schauspielers nach seiner Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller bei den Golden Globes alles andere als gewohnt über die Bühne ging.

Schon zu Beginn seiner Rede verwies Joaquin Phoenix nicht, wie üblich, auf seine Kolleg*innen oder seine Familie, sondern sprach einen Dank an den Veranstalter der Preisverleihung aus, der die Gäste in diesem Jahr mit ausschließlich veganen Köstlichkeiten versorgte. Anschließend wandte sich der 45-Jährige an die anderen Nominierten und betonte dabei, dass er nicht wirklich daran glaube, dass es einen Wettbewerb zwischen ihnen gebe und er sich geehrt fühle, mit ihnen genannt zu werden. Das amerikanische Fernsehpublikum bekam davon jedoch nur die Hälfte zu hören, da Phoenix‘ nicht gerade zimperlicher Umgang mit dem F-Wort dafür sorgte, dass sein Redebeitrag über mehrere Sekunden ausgepiepst wurde.

Joaquin Phoenix will Verantwortung übernehmen

Gegen Ende seiner Danksagung wandte sich der Künstler dem Thema Klimawandel zu: „Ich finde es sehr gut, dass so viele Leute hier ihre Wünsche nach Australien geschickt haben, aber wir müssen mehr tun als das“, sagte Phoenix, der schon in der Vergangenheit häufiger als Umweltaktivist und Kämpfer für Tierrrechte in Erscheinung getreten ist. „Ich hoffe, dass wir vereint auftreten und wirklich Veränderungen bewirken können“, sagte er weiter. „Es ist toll zu wählen, aber manchmal müssen wir selbst Verantwortung übernehmen und in unseren eigenen Leben Dinge verändern und Opfer bringen. Und wir können etwas tun, wir müssen nicht mit Privatjets nach Palm Springs fliegen“.

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