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Golden Leaves 2026: Keine Ausreden mehr! Jetzt Tickets gewinnen

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(Foto: Stefan Holtzem)

Das Golden Leaves Festival in Darmstadt hat Corona und der afrikanischen Schweinepest getrotzt. Wir haben mit Gründer Dominik Schmidt gesprochen – und verlosen Tickets!

Dominik, wer ist dein Geheimtipp im diesjährigen Line-up?

Dominik Schmidt: Das ist super schwer zu sagen, weil es so viele gibt, die ich toll finde. Ein Act, der ein bisschen aus dem Nichts kam, ist Girl In The Year Above. Sie war beim Konzert von The Kooks in Hamburg als Support dabei – wir waren da relativ früh dran. Dann diese belgische Band Ão. Die hab ich auch noch nicht live gesehen, aber ich kann es mir mega krass vorstellen.

Das Golden Leaves findet dieses Jahr zum 13. Mal statt. Wie ist das Festival entstanden?

Schmidt: Ich habe Medienproduktion in Darmstadt studiert. Irgendwann haben wir angefangen, Wohnzimmerkonzerte zu machen, weil wir diese Bedroomdisko-Seite hatten. Dann war ich irgendwann fertig mit der Uni, wusste aber noch nicht, was ich machen will. Ich hab mir gesagt: Okay, ich mache einen Master. Als Projekt hatte ich die Idee, diese Wohnzimmerkonzertreihe für ein Festival zu adaptieren. Sowohl die Wohnzimmerkonzertreihe als auch das Festival gibt es immer noch, aber meinen Abschluss habe ich nie gemacht. (lacht)

Was war denn eure größte Herausforderung bisher?

Schmidt: Oh, da gibt’s super viele. Nach Corona in zwei Wochen einen Locationwechsel hinzuzaubern, war eine große Herausforderung. Aber auch diese Umstellung von „wir machen das so guerilla-mäßig“ zu „wir haben jetzt eine UG und einen Verein gegründet“. Das war ein relativer Heckmeck. Und als wir an den Steinbrücker Teich gezogen sind, gab es diese afrikanische Schweinepest – drei, vier Wochen vor dem Festival. So wie alle bei Corona auf einmal Experten in Virologie waren, waren wir dann auf einmal Schweineexperten. Das nächste, was jetzt noch kommen könnte, wäre eine Alien-Invasion.

Oder die Zombie-Apokalypse. Ihr investiert dafür ja alle eure Freizeit. Welchen Stellenwert hat das Ehrenamt bei euch?

Schmidt: Einen total hohen. Das eine ist natürlich, dass wir Kosten sparen; es funktioniert nur so. Ich habe einen Fulltime-Job, ich mache Bedroomdisco, ich mache das Festival, ich habe zwei Kinder. Und das ist ja bei uns allen so. Das andere ist, dass wir super vielen jungen Leuten einen Einblick in die Veranstalterbranche gewähren. Wir haben ein Kernteam mit etwa 25 Leuten, und wir nehmen eigentlich jedes Jahr ein, zwei Leute neu dazu, die frischen Wind reinbringen. Ich finde es immer total interessant, weil jemand von außen ja noch mal einen ganz anderen Blickwinkel mitbringt. Wir haben dieses Jahr 100 neue Helfer rekrutiert. Das ist schon krass.

Was sind deine persönlichen Hoffnungen für die Zukunft des Golden Leaves?

Schmidt: Eigentlich wär es wünschenswert, dass insgesamt das Weltgeschehen harmonischer wird. Und das andere wäre, dass gerade auch deutsche Künstler:innen Festivals wieder mehr schätzen lernen. Mein persönliches Gefühl ist, dass vor Corona Festivals auch für viele Künstler:innen super wichtig waren. Danach wurde die wirtschaftliche Situation für alle sehr viel schlechter, dadurch sind natürlich die eigenen Touren wichtiger geworden. Früher war es eine Ehre, dass man auf diesem Festival spielt. Mittlerweile nimmt man halt die Gage mit, und das Festival wird einmal in der Instagram-Story erwähnt. Was vergessen wird: Wenn ein Headliner auf dem Festival spielt und dafür Werbung macht, kommen die Leute zwar für den Act, aber der fördert damit auch fünf andere Acts, die die Leute entdecken. Die Szene ist nicht mehr so eine Gemeinschaft, sondern jeder kocht sein eigenes Süppchen. Das merke ich immer mehr – und finde es sehr schade.

Apropos Acts: Euer Line-up sind ja immer handverlesen. Auf wiej viele Acts darf man sich denn dieses Jahr freuen?

Schmidt: 29. Ich mache das Booking fast allein, wobei ich mich natürlich immer mit ein paar Leuten abspreche. Es ist meistens so, dass man Ideen hat, und irgendwann entwickelt sich das Line-up von selbst, es fließt so ineinander. Dann sagt man: Okay, es braucht vielleicht noch die oder die Note. Ich finde es cool, wenn man auch etwas hat, was den Ton ein bisschen aufbricht. Dieses Entdecken ist mega gut und mega wichtig.

Was war denn dieses Mal die Kernidee für das Line-up?

Schmidt: Es war schon lange meine Idee, ein Festival zu veranstalten, wo das ganze Line-up von Flinta-Frontpersonen getragen wird. Wir haben immer noch von vielen Veranstalter:innen gehört: Ja, nee, unser Publikum ist dafür nicht bereit. Wir haben seit Jahren 60, 70 Prozent weiblichen Anteil, und wir dachten, jetzt ist eigentlich ein ganz guter Moment, auch als Zeichen an die Szene, um zu zeigen, dass es geht: Du kannst sowohl ein super spannendes als auch ein super erfolgreiches Line-up nur mit Flinta-Frontpersonen machen. Klar, wir haben das jetzt auch länger geplant als normal, aber es war im Endeffekt überhaupt kein Problem. Ich hätte noch 20 andere Acts buchen können. Ich glaube, diese Ausrede gibt es 2026 einfach nicht mehr.

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