Gregory Porter: Take me to the Alley
Der große Souljazzer Gregory Porter zündet die nächste Karrierestufe
Rolle rückwärts ins Gospelfach: „Holding on“ war einer der wichtigeren Cluberfolge der letztjährigen Partyszene; mit den Elektronikern von Disclosure hatte Gregory Porter die Nummer zur Feiernummer gehext.
Mühelos reduziert der Mann mit der Mütze das Ding jetzt zur spirituellen Hymne – und setzt auch auf dem Rest des Album auf schnörkelfreien Soul.
Da ist ja oft Legendenbildung im Spiel, wenn ein Sänger wie Porter auf seine Gospelchorvergangenheit verweist. Doch bei diesem tief empfindenden Künstler und Familienmenschen, der so gern im privaten Themenkatalog wühlt, wirkt das authentisch.
Sein trockendunkles Timbre reibt sich entspannt an hingehauchten Tenorsaxlinien, pedalverhallten Pianopassagen und zurückhaltenden Beats. Die Strenge New Yorks mischt sich mit der Leichtigkeit der Westküste.
Zwischen diesen geografischen und künstlerischen Polen pendelt Gregory Porter, ohne dabei Gräben aufzureißen. Ein Album, mit dem der große Jazz-, Gospel- und Soulsänger die nächste Stufe seiner Karriere zündet. ron
Musik


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