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„Harry Wild“: Rentnerin löst Mordfälle im ZDF

„I drink wine and I know things“: Harry Wild in der gleichnamigen Krimiserie ist eine Literturprofessorin, die zu leben weiß und ganz frisch in den Ruhestand gegangen ist. Eigentlich will sie einen Roman schreiben, doch dann wird Harry (Jane Seymour, „The Kominsky Method“) zunächst ausgeraubt, und dann liest sie – für ein paar Tage bei ihrem Sohn Charlie und dessen Familie untergekommen – die neue Mordakte ihres Sohnes, der bei der Kriminalpolizei arbeitet.

Die vielbelesene Literaturprofessorin aber verbessert nicht nur alle Menschen um sich herum, die falsche Wörter verwenden oder die Grammatik missbrauchen, sie erkennt im Mordfall auch sofort ein Drama des Schriftstellers und Shakespeare-Zeitgenossen Henry Porter, in dem ein Maler einen Schauspieler erhängt, seine Frau ertränkt und zerstückelt sowie seinem Vater den Kopf zertrümmert. Schon bald ist sie dem Mörder auf der Spur, doch ihr Sohn Charlie will nicht auf sie hören und verfolgt eine andere Spur, die ins Nichts führt. Schon bald hat Harry Wild zudem den Gelegenheitsdieb ausfindig gemacht, der ihr die Geldbörste geklaut hatte, ein harmloser Kerl, den sie sofort in ihre Ermittlungen einbindet.

Harry Wild ist eine kurzweilige Krimiserie, nach dem Whodunit funktioniert und somit etwas antiquiert rüberkommt, die aber von der großartigen Jane Seymour in der Hauptrolle profitiert. Ihr freches Mundwerk und ihre Offensivstärke lassen die Serie auch da stark aussehen, wo „nur“ ein aktueller Fall gelöst wird. Das ZDF strahlt die Serie sowohl linear als auch in der Mediathek auf Deutsch und im Original aus.

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